Skip to main content
Endlich OrdnungMini-Tipps

Unordnung macht krank? Ja wirklich – das beweist auch die Wissenschaft.

By Juni 22, 2019Juni 16th, 20205 Kommentare
Unordnung Macht Krank

„Die Unordnung macht mich einfach krank!“ Das Thema Ordnung ist eines der „heißen Eisen“ im Alltag vieler Menschen. Manche erledigen sie nebenbei, es kostet sie kaum Zeit und Aufwand. Bei anderen liegen die Nerven blank, wenn sie nur daran denken, aufräumen zu müssen.

Sagst du dir das auch öfter, oder kennst du Menschen, die frustriert sind, weil sie das Gefühl nicht loswerden, dass die Unordnung sie krank macht? Sicher kennst du auch Menschen, die sagen: „Ich bin halt so – ist doch nicht so schlimm.“

Macht Unordnung wirklich krank?

Können wir die Menschen einfach in zwei Kategorien einordnen: ordentlich und unordentlich? Warum ist es überhaupt wichtig, für Ordnung zu sorgen? Wir können nur beobachten, spekulieren und auf andere hören (ich sag es ja immer wieder). Wo sind aber die Beweise? Was sagt die Wissenschaft dazu?

Klar, in einem aufgeräumten Zuhause zu leben oder an einem ordentlichen Arbeitsplatz zu sein, ist schon für sich allein ein lohnenswertes Ziel. Ordnung – oder eben Unordnung – hat aber noch viel umfangreichere Auswirkungen auf unser Leben, wie die Wissenschaft belegt.

Ich hab für dich die wichtigsten internationalen Studien zusammengefasst – wenn das kein Grund ist, heute noch loszustarten …

Wie Unordnung dein Gehirn beeinträchtigt.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Ordnung. Beobachte dich selbst: Wie gut kannst du dich auf eine Aufgabe konzentrieren, wenn um dich herum diverse Unterlagen ausgebreitet sind, die Wäsche herumliegt oder dein Blick immer wieder auf die unerledigte Post fällt?

Neurowissenschaftler an der Princeton University fanden heraus, dass Unordnung in der Umgebung von Probanden zu deutlich schlechteren Ergebnissen, Leistungseinbußen und erhöhtem Stress führten – im Gegensatz zu den Menschen, die in einem aufgeräumten Bereich die Aufgaben erledigten.

Es gibt allerdings kein einheitliches Maß für Ordnung – da sind wir ganz verschieden. Was für den einen Chaos ist, ist für einen anderen ein kreatives Umfeld. „Ordnung und Unordnung sind zwei Seiten derselben Medaille, die – je nach Situation und Aufgabe – zu guten Ergebnissen führen können.“ So sagt es beispielsweise die Sozialpsychologin und Kreativitätsforscherin Kathleen Vohs von der Universität von Minnesota.

Unordnung lässt dein Gehirn ständig zwischen verschiedenen Impulsen und Aufgaben hin- und herspringen (Multitasking ist eine Illusion, denn jede Unterbrechung kostet dich mindestens 15 Minuten, um zum vorherigen Punkt zurückzukehren).

Es lohnt sich, einige Minuten täglich in die Ordnung auf deinem Schreibtisch zu investieren und im Alltag aufzuräumen.

Stress durch zu viele Dinge & der macht krank

Je mehr Dinge wir besitzen, desto größer wird die Herausforderung, Ordnung zu halten. Vom Aufräumen oder der Ursache für den Konsum einmal abgesehen, kann Unordnung dazu führen, dass wir glauben, unser Leben nicht im Griff zu haben. Unordnung macht krank.

Forscher des UCLA Center on Everyday Lives and Families (CELF) zeigen auf, dass Unordnung einen großen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl und unsere Stimmungen hat. Sie wiesen einen hohen Cortisolspiegel (Stresshormon) bei Frauen nach, der in direktem Zusammenhang mit der Anzahl an Haushaltsgegenständen stand. Je mehr Zeug, desto mehr Stress empfanden sie.

Wie sehr uns Besitz belasten kann, merken wir also nicht nur, wenn wir vor einem Umzug stehen. Da sind dann die vielen Erinnerungsstücke – an verflossene Lieben, an verstorbene Familienmitglieder, an alte Jobs oder ein früheres Hobby.

In einem unordentlichen Zuhause stagniert die Energie und das ist auch ein Hinweis auf Stillstand in einem Bereich deines Lebens (körperlich, emotional oder seelisch). Ordnung ist mehr als ein aufgeräumtes Zuhause.

Dein Zuhause ist ein Spiegel deiner Seele. Wenn du dich unruhig und gestresst in deinen Räumen fühlst, wird es Zeit, über das Entrümpeln deiner Vergangenheit nachzudenken. Dieser Prozess kann auch zu emotionalem Stress führen – hol dir Unterstützung, wenn du diesen Weg nicht alleine gehen möchtest. Welcher Ordnungstyp bist du?

Endlich Ordnung

Entrümpeln und Loslassen sorgt für Schmerzen

Mir begegnen bei Beratungen und in meinen Kursen viele Menschen, die sich mit Besitz umgeben, der aus ihrer Jugendzeit stammt. Oder Kleidung, die ungetragen und fast versteckt hinten im Kleiderschrank liegt. Manche meiner Kunden sind selbst erstaunt, was sie alles haben, wenn wir gemeinsam in einem Bereich für Ordnung sorgen.

  • Wie geht es dir, wenn du dich in deinem Zuhause umschaust?
  • Erfreuen dich deine Sachen, passen die Möbel zu deinem Leben und öffnest du mit einem Lächeln deine Schränke?
  • Hast du genug Energie, wenn du am Morgen aufstehst für die Aufgaben des Tages? Oder besitzt dich dein Besitz? Kommst du gar nicht mehr hinterher, überall aufzuräumen und für Sauberkeit zu sorgen?
  • Fällt es dir schwer, dich von Dingen zu trennen?

Forscher an der Yale School of Medicine haben herausgefunden, dass es uns Schmerzen bereitet, wenn wir unsere eigenen Sachen wegwerfen. Etwas loszulassen, löst in zwei Bereichen unseres Gehirns dieselben Reaktionen aus, die bei psychischen Schmerzen entstehen. Es sind dieselben Symptome, die Raucher oder Drogenabhängige zeigen, wenn sie versuchen, mit ihrer Sucht aufzuhören.

Vielleicht hast du das auch schon bei dir beobachtet: Wenn du ohne Plan mit dem Entrümpeln beginnst, kommt schnell der Zeitpunkt, an dem du einen Gegenstand oder ein Erinnerungsstück in der Hand hältst – und von Emotionen überflutet wirst.

  • Die alte Puppe wegwerfen? Die war doch ein Geschenk von …
  • Der Pulli erinnert dich an das erste Date …
  • Die Gläser sind zwar ein Sammelsurium, aber die sind doch noch gut …
  • Die Hose passt bestimmt wieder, wenn du ein paar Kilo abnimmst …

Meine Teilnehmer bei OrdnungsMagie und die Mitglieder meiner I♥MY HOME-Community lernen Schritt-für-Schritt, wie sie beim Entrümpeln vorgehen, um nicht in solchen emotionalen Fallen zu straucheln.

Stell dir ein Zuhause vor, in dem du nur Dinge besitzt, die du wirklich haben möchtest. Die dir Freude machen.

Frag dich, wie dein Leben aussieht, wenn du Zeit und Energie für die wesentlichen Projekte hast und die Menschen, die du liebst. Merkst du den Unterschied?

Unordnung raubt dir den Schlaf

Es ist bekannt, dass all jene Entscheidungen und offenen Punkte auf unseren To-do-Listen sich bis in unsere Träume schleichen. Was du am Tag verdrängst, holt dich spätestens in deinem Schlafzimmer wieder ein.

Unordentliche Menschen haben typischerweise eine Entscheidungsschwäche, die sich oft auch in überfüllten Räumen zeigen – das ist nur einer der komplexen Zusammenhänge, die eine Studie der St. Lawrence University in Canton, N.Y. belegt. Schlechter Schlaf führt in der Folge zu Stress und die Gefahr für Depressionen steigt.

Du kannst es aber auch selbst leicht herausfinden, indem du alle überflüssigen und herumstehenden Dinge und Möbel aus deinem Schlafzimmer entfernst. Dein Schlafzimmer ist der wichtigste Raum in deinem Zuhause. Finde die optimale Bettposition und hier heraus, ob Spiegel im Schlafzimmer deine Nachtruhe stören.

Probiere einmal aus, wie es dir geht, wenn du am Abend die unerledigten To-dos auf einen neuen Zettel schreibst und ganz bewusst mit diesem Tag abschließt. Du hast dein Bestes getan. Morgen kommt ein neuer Tag.

Happy Day

Maria

PS: Unordnung macht also krank! Wenn das nicht ein riesiger Grund ist, jetzt gleich loszustarten und Ordnung in deine Räume und in dein Leben zu bringen. Der beste Weg ist mein OrdnungsMagie-Programm – komm gleich auf die Warteliste.

Endlich Ordnung

An der Diskussion teilnehmen 5 Kommentare

  • Koelmel sagt:

    Dieser Artikel spiegelt meine Seele
    Schwer finde ich es wenn man sich zuhause nicht wohl fuehlt und nicht ausziehen kann und kein Geld und moeglichkeiten zu einer Veränderung hat da fällt mir das Aufnahmen noch schwerer auch verliere ich die Struktur
    Ueber Denkanstöße freue ich mich
    Vlg

  • Mila sagt:

    Ich fand den Artikel sehr interessant, weil ich mich erkannt habe. Ich bin total Ordnungsliebend, ansonsten werde ich nervös und sogar depressiv. Von einem Expartner habe ich oft gehört, dass ich nur ordentlich bin, weil ich zu faul bin um Sachen zu suchen. Kann gut sein, und er war genau mein Gegenpol und der größte Grund zur Trennung. Ich kann es nicht vorstellen, in einem Raum zu leben, wo Unordnung und Schmutz herrschen.
    Die Ordnung und die Sauberkeit erleichtern mein Leben als Vollbeschäftigte und Alleinerziehende. Ich kümmere mich eher um wichtigere Sachen, statt Zeit und Nerven zu verschwenden bei Sachen suchen oder
    Großputz, weil meine Wohnung schon sehr ordentlich und sauber ist. Und das macht mich glücklich!

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Mila,
      wunderbar, wenn Ordnung mit Leichtigkeit funktioniert und ja, es spart wirklich enorm viel Zeit! Danke für deinen tollen Input.
      Liebe Grüße
      Elisa
      (Team Maria Husch)

  • Uscha sagt:

    Liebes Team!
    Vielen Dank für den guten Beitrag!

    Ich kann der Kommentatorin Mila nur beipflichten! Auch ich brauche Ordnung und Hygiene in meiner Wohnung, in meinem Leben. Ich empfinde Unordnung als Belastung, als Druck, es macht mich nervös und ich fühle mich unwohl! Wenn ich die Dinge um mich (auch im Büro) geordnet und meine Wohnung geputzt habe, fühle ich mich erleichtert/leichter, zufrieden.
    Mein Partner reagiert gegenteilig, zu meinem großen Bedauern! Er lässt alles liegen, in der Küche, im Bad, im Wohnraum etc.. Ich bin oft bei ihm und fühle mich gestresst mit der Unordnung und dem nicht gesehenen Schmutz 🙈 ich bin dann genervt, sauer und überfordert! Das wiederum verärgert ihn und sorgt für schlechte Stimmung! Eine Partnerschaft erfordert auch Kompromisse, ich schaffe es leider nicht, entspannt mit seiner Unordnung etc. umzugehen. Er umgekehrt auch nur manchmal mir gegenüber….
    Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich?
    Herzliche Grüße

    • Elisa Steininger sagt:

      Liebe Uscha,
      Danke für deine Worte. Dieses Thema ist immer wieder aktuell in der Community. Oft handeln beide aus Familienverhaltensmustern heraus. Habt ihr schon mal ein gemeinsames Coaching in Erwägung gezogen?
      Liebe Grüße
      Elisa
      Team Maria Husch

Ein Kommentar schreiben