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Papier entrümpeln & ordnen: So löst du die ewige Herausforderung mit dem Papierkram!

By Juli 20, 2019 Juli 31st, 2019 5 Kommentare
papier-entruempeln

Wenn es ums Entrümpeln geht, gibt’s kaum ein Thema, das so oft gefragt wird: Wohin mit all dem Papierkram? Wie kann man Papier entrümpeln und endlich ordnen?

Ordnungssysteme, Abläufe und Entrümpelungstipps für Papier sind in all meinen Programmen, Gruppen und Beratungen gefragt wie kaum ein anderes Thema. Wenn ich nach den großen Herausforderungen bei Ordnung frage, ist Papier unter den Top 3 (gleich hinter den unordentlichen Familienmitgliedern).

Was ist das wahre Problem dahinter und wie werden wir der ganzen Zettelwirtschaft Herr? Eine Frage, die doch ganz einfach zu beantworten ist: Man nehme das Blatt Papier und ab in den Altpapiercontainer!

Ganz nüchtern betrachtet gibt’s kaum etwas in unserem Zuhause, dass so einfach zu entrümpeln ist. Wenigstens 90 % der Papierstapel können wir einfach entsorgen. Immerhin sind es ja nur ein paar Buchstaben und Bilder auf einem Rohstoff, der weder teuer noch wertvoll ist. Und die Entsorgung, mal ehrlich – es gibt kaum Einfacheres.

Ok, wir müssen schauen, ob noch Platz ist im Altpapiercontainer, aber dann haben wir das sogar im eigenen Zuhause direkt vor der Haustüre erledigt. Kein Aufwand mit verkaufen, weitergeben, zur Mülldeponie fahren oder irgendwo recyceln. Wir haben das ganze System schon vorgegeben und können beruhigt sein, dass aus unseren Altlasten auch wirklich sinnvolle Dinge entstehen.

Und die Buchstaben auf den Blättern? Wohl 90 % der Informationen sind in nur wenigen Sekunden immer dabei, wenn wir unser Handy hernehmen und Dr. Google befragen.

Warum um alles in der Welt sitzen wir dann trotzdem vor den hohen Papierbergen und jede Entrümpelungskation endet nur noch im Frust?

Warum ist das Entrümpeln von Papier so eine große Herausforderung?

Es fehlt das perfekte System und dann wäre alles gelöst! Also sind wir auf der Suche nach dem einen, unschlagbaren System inklusive perfekter Hüllen, Mappen für alle Papierarten und dem todsicheren Workflow, den wir dann – nicht vergessen – konsequent durchhalten müssen und das für immer. Klingt jetzt schon anstrengend und möglicherweise hast du auch schon oft probiert etwas zu ändern und bist dann doch gescheitert, die Papierberge sind noch höher geworden und am Ende ist es noch klarer: Die Unordnung im Papierleben macht dich krank.

Klar braucht es ein System und ein paar Tricks zur Umsetzung. Vorher müssen wir aber genau hinsehen, warum Papier entrümpeln für viele so schwer ist.

Übrigens ticken wir da nicht alle gleich. Möglicherweise gibt’s bei dir eine kleine Herausforderung, die du lösen kannst und schon geht’s – auch ohne perfektes Ablagesystem. Denn mal ehrlich, glaubst du wirklich die ordentliche Kollegin, die Freundin, hat ein perfektes Ordnungssystem in der Schule (oder bei YouTube) gelernt?

Irgendwie haben es andere einfach von Natur aus mitbekommen und für sie ist Papier entrümpeln das Leichteste der Welt. Genau das ist auch für dich möglich, meine TeilnehmerInnen im OrdnungsMagie-Programm und auch ich haben es geschafft.

Du bist bereit? Dann lass uns mit neuem Blick auf unser Papier blicken und natürlich hab ich schon jede Menge Tipps dabei, wie auch du ganz einfach Papier entrümpeln kannst.

Der Ordnungscheck

Warum die Sache mit dem Papier so schwierig ist?

1. Papier ist nicht Papier

Wovon sprechen wir eigentlich genau? Geht’s dir auch so: Du denkst an den Papierberg und all das Zeug darin. Papierkram sind ja 1000de Dinge und wir werfen da jetzt geistig alles zusammen und tun das auch beim Aussortieren. Und schon verbinden wir mit 100 % der Dinge ein Problem, wo wir eigentlich nur ein kleines Teilproblem haben. Möglicherweise gibt’s bei gewissen Dingen da auch ganz unterschiedliche Methoden und Betrachtungsweisen, die unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen.

Stell dir vor, du gehst zu einem großen Buffet mit 1000den Köstlichkeiten. Du nimmst ein paar Leckereien, die zusammenpassen, genießt und gehst erneut hin. Alles schmeckt großartig und du hast eine wirklich tolle Zeit. Eine Speise magst du gar nicht oder du bist allergisch darauf. Du wirst sie einfach weglassen und trotzdem noch der Meinung sein, das Buffet, der ganze Abend, war großartig. Du wirst dich positiv daran erinnern und vielleicht sogar anderen davon erzählen. Du wirst gerne wiederkommen.

Anders beim Papierkram. Wir werfen alles wild auf einen Berg, der dann auch wenig ansprechend aussieht. Hui, da werden alle Speisen vermischt, als Haufen serviert und auch deine ungeliebten Speisen sind mittendrin. Kein Wunder, dass die dann all deine Lieblingsdinge auch „allergisch“ machen.

Tipp: Mach dir mal bewusst, welche Papierarten und -kategorien du hast und welche da wirklich eine Herausforderung sind. Möglicherweise ist das Problem dann gar nicht mehr so groß.

Mach dir eine Liste – ja, auf Papier. Geh durch die Räume und ergänze sie in den nächsten Tagen. Du wirst wunderbare Dinge entdecken. Ich bin schon gespannt.

Also, bei mir gibt’s da …
Werbeprospekte, Visitenkarten, private Rechnungen, berufliche Rechnungen, Dokumente, Informationsbriefe, leeres Papier, Fachbücher, Zeitungen, Magazine, Karten, Grußkarten, Briefe, Erinnerungen, Fotos, Zeichnungen, Zeitschriften, Einkaufszettel, Kataloge, Urkunden, Reiseinformationen, Notizzettel, Quittungen, Konzeptunterlagen, Kursmaterialien, Gutscheine …

Bewerte, bearbeite, entrümple und sortiere Papier daher immer nach Kategorien und die dürfen so richtig klein sein. Übrigens ist das auch der magische Trick für alle anderen Dinge, die du entrümpeln möchtest.

2. Jeden Tag flattert neues Papier herein

Jeden Tag – schau auch da mal genau hin – kommt jede Menge Papier in dein Zuhause. Von allen Seiten kommt es und ich würde mal sagen 95 % davon ist noch dazu kostenlos. Meist wissen wir auch gar nicht, wann und wo all das herkommt. Der Briefkasten ist voll, von der letzten Veranstaltung bringen wir jede Menge mit, dann all die Ausdrucke, die Geschenke, die Kunstwerke der Kids und all das Kleinzeug. Ja und ab und zu kaufen wir auch noch das eine oder andere.

Stell dir vor, du besitzt in Summe 10 Blatt Papier. Ein extremes Beispiel, aber ich denke, dann wäre alles klar und du würdest den Artikel nicht lesen – du hättest kein Problem damit, Papier zu entrümpeln.

Je mehr Dinge wir haben, desto mehr Ordnungsprobleme haben wir. Das heißt, möglicherweise liegt dein Problem gar nicht beim Ablagesystem und Entrümpeln, sondern beim Zustrom.

Tipp: Nimm wahr, wo und wann Papier zu dir fließt. Schreib es dir auf und beobachte dies mal 1-2 Wochen. Möglicherweise entdeckst du da schon jede Menge.

Schaffe Standards, welches Papier bei dir einfach nicht ins Haus kommt oder gleich in den Mülleimer darf. Das heißt, du legst es einmalig fest und brauchst dann nie wieder überlegen, was zu tun ist. Was kannst du außerdem heute abbestellen und wo kannst du nein sagen?
B45 Papiere Entrümpeln Pinterest

3. Papier ist (fast immer) kostenlos

Ein Großteil unserer Papierflut ist scheinbar kostenlos und flattert einfach so ins Haus. Wir bekommen ein Geschenk – ja, auch die Werbeprospekte, die Kassenbons, die Kuverts der alten Briefe. Alles sind Werte, die wir erhalten. Ganz unbewusst freuen wir uns also, weil unser Besitz steigt und dafür braucht es nicht mal die Gegenleistung aus der Geldtasche. Das mag komisch klingen, aber unbewusst läuft da einiges ab und es wird Zeit, hier mal hinzusehen.

Unser Unterbewusstsein hat nämlich noch so einige Dinge aus früheren Zeiten gespeichert, aus Zeiten ohne Überfluss, ohne Internet & Co. Lass uns ein paar Jahrtausende zurückgehen, in die Steinzeit. Du bekommst ein Stück Holz (Papier gab es noch nicht) geschenkt. Möglicherweise wird dir genau das das Überleben sichern und die Wärme dich vor dem Erfrieren retten.

Möglicherweise hast du aber auch ganz andere Gedanken und Glaubenssätze aus deinem eigenen Leben. Geschenke darf man nicht weggeben. Ist das so, wird auch die Entsorgung all der Rechnungen zum Problem und du hebst 100te alte Kuverts auf.

Tipp: Nimm einmal wahr, wie du mit kostenlosen Dingen in deinem Leben umgehst. Brauchst du jede Probepackung und zwar auch von den Dingen, die du grundsätzlich gar nicht benötigst? Wie denkst du darüber, wenn du in einem Geschäft ein unnötiges Geschenk bekommst? Lässt du es dort? Was denkst du über Leute, die es nicht annehmen?

Ich war vor längerer Zeit in einem Kosmetikshop und hab ein Duschgel gekauft (als Geschenk für eine Freundin). Es gab eine 1+1 Gratis-Aktion, hab ich an der Kassa erfahren. Es mag zwar auf irgendwelchen Schildern gestanden haben, die waren für mich unwichtig. Bei der Kassa wurde ich schon entsetzt gefragt, warum ich nur eines nehme. Ich wollte genau 1 Stück und nicht 2. Das habe ich auch so gesagt. Daraufhin sind 5 Kunden hinter mir und der Verkäufer in Entsetzen ausgebrochen und haben geglaubt, ich verstehe die Sprache nicht. Es ist kostenlos, wie kann ich das nicht wollen?

Manchmal braucht es Mut, nein zu sagen, zu kostenlosem Papier.

4. Ordnung im Papierleben braucht Zeit (wenn wir es falsch machen)

Wir wissen jetzt also, dass wir jede Menge unterschiedliches Papier haben und all die Dinge kommen täglich herein. Das heißt, wir brauchen täglich Energie, um uns damit zu beschäftigen. Wir brauchen täglich Zeit – und die ist ja bekanntlich Mangelware in unserem Leben.

Blöderweise brauchen wir noch mehr Zeit, wenn wir so richtig viel Papier haben und keinen oder einen falschen Plan für Ordnung haben. Grundsätzlich haben wir dann Ordnung, wenn all unsere Dinge an einem fixen Ort verstaut sind und wir sie dann herausholen, wenn wir sie brauchen, verwenden und sie dann sofort wieder zurücklegen.

Lass uns das bei dem ganzen Papierzeug mal ansehen. Wir gehen zum Briefkasten und nehmen dort einen Packen heraus. Darin sind ganz unterschiedliche Dinge und jedes hat einen anderen fixen Platz. Und möglicherweise braucht es noch Arbeit (die Rechnungen müssen wir ja vorher zahlen). Das heißt, ganz theoretisch müssten wir sofort alles verteilen – bis zur Ablage und gelocht in den Ordner.

Jeden Tag wird das mühsam und du wirst nie Zeit dafür haben. Außerdem ist das nicht wirklich produktiv. Warum wollen wir es dann doch immer so machen? Mal ehrlich, bei anderen Dingen gehst du auch nicht so vor.

Deine schmutzige Kleidung kommt in ein Zwischenlager (Wäschetonne), wird dann 1x pro Woche (oder wie oft auch immer) bearbeitet (waschen & trocknen), kommt dann ins nächste Zwischenlager (Wäschekorb & bügeln), wird dann sortenrein nochmals bearbeitet (oder legst du die Socken mitten in den T-Shirt-Berg?) und kommt dann an den fixen Platz. Oder wäschst du jeden Socken extra?

Tipp: Analysiere deine derzeitigen Workflows in Sachen Papier, wenn du willst auch schriftlich. Du wirst merken, dass es hier neue Wege braucht: Zwischenlager, bearbeiten, Zwischenlager, sortenrein nachbearbeiten, fixer Platz … – warum nicht auch beim Papier bearbeiten?

Übrigens für viele Papiere gibt’s den einen magischen Ort als Zwischenlager: Der Altpapiermüll!
Hast du einen Behälter genau dort, wo du ihn brauchst – neben dem Briefkasten? Du kannst entscheiden, welche Dinge da automatisch ins Papierlager Nummer 1 hinwandern.

Am Weg von meiner Hauseingangstür zur Wohnungstüre sortiere ich schon meine Post und dann kommt alles in den Müll, was nicht meinen Standards entspricht. Der Rest wandert in eine schöne Box im Flur und 1x pro Woche schau ich diese Dinge an, zahle die Rechnungen und kümmere mich um den Rest. Dann geht’s auf ein paar Stöße ins Zwischenlager (Boxen, Ablagefächer oder Stapel) und 2-3x im Jahr kommen die wichtigen Dinge an den fixen Platz, die ich bei der Gelegenheit gleich sortenrein ausmisten kann.

Papier entrümpeln und wohin mit den Emotionen?

5. Da gibt’s auch noch die Vorschriften rund um Papier

Ganz komisch in Sachen Papier sind die Vorschriften und Dinge, die MAN einfach aufheben muss. Eigentlich ein Grund zur Freude, denn so brauchen wir gar nicht nachdenken. Doch auch wieder eine Herausforderung, denn nicht mal daran halten wir uns.

Da gibt’s Gesetze, wenn es um Rechnungen von einem Unternehmen geht. Es ist klar geregelt, doch halten wir uns wirklich dran? Heben wir nicht viel zu viel auch danach noch auf? Warum eigentlich? Es könnte ja noch irgendein abstruser Fall eintreten …

Und dann die persönlichen Papiere: den Reisepass und die Geburtsurkunde brauchen wir – und mal ehrlich, die sorgen auch nicht für unser Papierproblem. Aber dann fällt dir sicher noch einiges anders auf, das MAN aufheben muss.

Die alten Zeugnisse und Zwischenzeugnisse von 12 Schuljahren (24 Blätter bei mir) – mal ehrlich, wirst du die wirklich brauchen? Musst du die alle im Original aufheben? Wer sagt das?
Was fällt dir noch ein, was MAN aufheben muss?

In meiner Community wurde ich nach dem besten Ablagesystem für meine privaten Rechnungen gefragt. Ich war erstaunt über die Frage (auf die wäre ich gar nie gekommen), denn die Antwort ist Mülleimer (übrigens auch von einigen anderen). Ok, die Rechnung für eine Handvoll technischer Geräte habe ich aufbewahrt, aber der Rest landete im Mülleimer. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass es anders sein könnte.

Bei dir ist es vielleicht genau das Gegenteil, weil es immer so war. Dein eigenes Ordnungs-Gesetz und du kannst überlegen, ob es gut für dich ist.

Die Liste dieser Dinge ist lang. Einmal war ich bei Kunden, die hatten einen ganzen Raum voll mit Schachteln, Boxen und Verpackungen vom Handy bis zur Waschmaschine und den IKEA-Kartons – ja, mindestens 10 Quadratmeter, weil MAN die alten Verpackungen aufheben muss. Übrigens ging es bei der Beratung darum, dass sie für ihr zweites Kind keinen Raum hatten.

Tipp: Notiere alles, was du aufheben musst. Wo hast du dir persönliche Gesetze gemacht, die auf den zweiten Blick einfach unnötig sind und dich stressen? Nimm die echten Gesetze ernst (auch nach Ablauf) und vertraue auf den Gesetzgeber. Entsorge die Dinge nach Ablauf der Frist auch wirklich mit Freude.

6. Entrümpeln tut weh

Es mag wirklich so sein, wenn du Papier entrümpelst und dich an einem scharfen Blatt Papier schneidest. Und genau da sind wir beim Thema, denn das Entrümpeln ist im Gehirn genau dort angesiedelt, wo die physischen Schmerzen sind, Wenn du alte Dinge loslässt und nicht im Training bist, dann wird diese Gehirnregion mit einem Schmerzgefühl getriggert.

Je mehr du entrümpelst, ohne dass es leicht geht, desto mehr wird es wehtun. Je mehr du weißt, es geht schwer (tut weh), desto mehr wird es so sein.

Da können wir trainieren und das Gehirn neu programmieren: Entrümpeln ist einfach und tut mir gut. Das genau ist die OrdnungsMagie in meinem Programm und dann geht’s wirklich leicht.

Tipp: Bei der nächsten Entrümpelungsaktion deiner Papierberge schau mal genau hin, wie deine Gedanken sind. Schwer? Tut weh? Dann trainiere mit anderen Dingen vorab oder reduziere die Menge.

7. Papier bringt schlechte Nachrichten und ungeliebte Arbeit ins Haus

Papier hat nicht immer die besten und angenehmsten Nachrichten für uns. Da sind all die Rechnungen, die wir nicht zahlen möchten, die Schreiben von der Versicherung mit Formularen, wo man nur Bahnhof versteht und möglicherweise auch Briefe mit wirklich schlechten Nachrichten.

So mancher A4-Zettel von nur wenigen Gramm erzeugt einen riesigen Zeitaufwand, unerwartete Kosten oder einfach nur die Erinnerung, dass die Buchhaltung schon seit 2 Wochen überfällig ist.

Also schmeißen wir den ganzen Haufen in die Ecke, weil möglicherweise eine schlechte Nachricht, ein ungeliebtes To-do darin ist. Blöderweise kommt dadurch dann oft noch mehr Papier daher, wenn ich an die Mahnungen denke. Und wenn es dann eilt, müssen wir ewig danach suchen und all die negativen Gedanken werden noch tiefer im Gehirn eingebrannt. Das heißt dann natürlich noch mehr Stress und gibt nicht unbedingt einen Motivationsboost.

Tipp: Filtere heraus, welche Dinge bei dir die meisten negativen Gedanken erzeugen. Kannst du da vielleicht etwas ändern? Die Rechnungen mit Freude zahlen, weil sie eine Gegenleistung für wunderbare Dinge sind – wie die Möglichkeit, den Artikel hier zu lesen, weil du ein Handy und Internet hast. Könntest du etwas auslagern, anders organisieren oder einfach sofort tun, damit du am restlichen Papierberg wieder Freude hast?

8. Papier macht dich möglicherweise irgendwann mal glücklich, reich und erfolgreich

Da sind all die Infos auf den Papieren, ein paar Buchstaben und Bilder, die irgendwann in der Zukunft mal den Unterschied machen könnten. Das eine Hotel vom dem Prospekt (wenn ich mal das Geld hab, fahr ich dort hin). Den Artikel über Lebensfreude aus dem Magazin lese ich dann, wenn ich endlich Zeit habe. Und die alten Unterlagen von dem Kurs (von meinem alten Beruf) könnte ich ja noch brauchen, falls meine Selbstständigkeit nichts wird und ich dann irgendwann doch wieder zurück muss.

Heute nimmt alles nur Unmengen an Raum ein und lässt keinen Platz für Neues. Außerdem kommen jede Menge negative Gedanken auf und am Ende sorgt vielleicht gerade das für die Stagnation und das Geld kommt nicht ins Haus, die fehlende Lebensfreude dämpft deine Tage oder du erlebst das Scheitern deiner Selbstständigkeit.

Tipp: Mach dich auf die Suche nach deinen Gedanken und Emotionen zu all dem Papier. Wie kannst du dich selbst stärken um dich jetzt schon glücklich, erfolgreich und reich zu fühlen?

Wenn du heute lebst, dich glücklich fühlst und erfolgreich, wirst du ganz leicht jede Menge Papier entrümpeln können. Starte gleich heute mit einem Happy Place.

9. Papier bringt dir den Wissensvorsprung

Papier und all die Buchstaben darauf sind Wissen und das hat eine besondere Bedeutung. Irgendwann in der Grundschule hast du auf Papier die ersten Buchstaben gelernt und dadurch einen Wissensvorsprung bekommen. Du hat weiter gelernt, Ausbildungen absolviert, studiert und jede Menge Bücher & Artikel gelesen. Stell dir vor, wenn du all das Papier nicht gehabt hättest. Blöd, oder?

Und dann gibt’s noch das potenzielle Wissen, all die ungelesenen Bücher in den Regalen, die Magazine, die ungeöffnet herumliegen. Irgendwann könntest du das Wissen brauchen, um weiter zu kommen, um zu überleben.

Genau das glaubt nämlich dein Unterbewusstsein, denn das „lebt ja noch in der Vergangenheit“. Jahrtausende lang war das Wissen in Büchern, auf Papierrollen & Co wirklich überlebenswichtig. Wer mehr Bücher hatte, konnte besser und leichter überleben. Erst in den letzten 30 Jahren hat sich das geändert, denn eigentlich haben wir (mehr oder weniger) all das Wissen der Welt 24/7 bei uns dabei.

Wenn du eine Krankheit hast und die „überleben“ willst, googelst du nach den besten Hausmitteln, Erfahrungen anderer, jedem erdenklichen Medikament oder dem nächsten Arzt in deiner Umgebung (oder der ganzen Welt).

Dein Unterbewusstsein glaubt aber noch immer, dass du all das Papier brauchst und will alles aufbewahren.

Tipp: Schau dir all das Wissen in deinen Papierbergen an und schreib dir auf, welche Informationen du eigentlich ganz leicht auch ohne das Papier bekommen kannst.

Und mal ehrlich, du kannst doch auch vertrauen, dass das Wissen, das du brauchst, um weiterzukommen, da ist, wenn du es brauchst. Genauso, wie du weißt, wenn das Fondue-Geschirr kaputt ist, kannst du dir beim Nachbarn eines ausborgen oder einfach etwas anderes kochen. Du brauchst kein zweites Set.

10. Papier ist Erinnerung an die gute alte Zeit

Dann gibt’s da noch das ganz besondere Papier mit einem großen Wert für dich. Papier ist das Nummer-1-Medium, um Erinnerungen aufzubewahren. Und sei froh, dass es so ist, denn was wäre, wenn wir alle Gegenstände aus der Vergangenheit auch noch aufheben müssten? Dann hätten wir erst recht ein Problem.

Ein gewisses Maß an Erinnerungen sollten wir uns auch aufheben, denn immerhin gibt uns die Vergangenheit Sicherheit und Stabilität. Stell dir vor, alles wäre weg? Das würde dein Leben ganz schön ins Wanken bringen. Auch unsere Stadt, unser Land, hat Erinnerungen aufbewahrt und dafür sogar Häuser, Museen gebaut.

Zu einem Problem wird es nur dann, wenn wir mehr Erinnerungen an die gute alte Zeit haben, als Platz für die Zukunft. Und welche Erinnerungen braucht es wirklich in Papierform? Gibt’s andere Möglichkeiten, um da zurückzublicken oder Dinge aufzubewahren (zum Beispiel als Datei im Computer)? Reicht ein Foto oder braucht es wirklich die 1000 verschiedenen Schnappschüsse?

Tipp: Beobachte in deinem Leben, wie sehr du dich mit der Vergangenheit beschäftigst. Brauchst du viele Erinnerungen um dich? Überlege dir, ob du da in Balance bist. Schaff dir bewusst ein „Museum“ mit Erinnerungen, die dich stärken.

Und du weißt sicher, je besser es dir geht – je mehr du weißt „alles ist da, was ich brauche“ – desto mehr wirst du auch Erinnerungen loslassen können.

Daher beginnt Papier entrümpeln (wie all meine Programme) auch mit allen möglichen Maßnahmen, um in eine wirklich positive Energie zu kommen. Papier entrümpeln und Ordnung im Papierleben ist wirklich eine Herausforderung. Und ja, die Erinnerungen sind das allerletzte, was du dann angehen kannst.

Du bist da nicht alleine, denn auch meiner Community und mir ging es so. Daher empfehle ich dir, zuerst mit anderen Dingen zu trainieren. Kleidung, Dekoration, Hausrat, Lebensmittel und sogar große Dinge wie Möbel sind oft viel leichter zum Start. Dort kannst du trainieren, Erfahrungen sammeln, mit Leichtigkeit entrümpeln … und dann wird es beim Papier wirklich ganz einfach.

Außerdem weißt du sicher jetzt schon, welche der 10 Herausforderungen dich aufhält. Schau genauer hin, denn oft braucht es nur einen ganz kleinen neuen Gedanken und alles geht so richtig los. Genau dann findest du nämlich auch ganz leicht für dich, deine Räume und dein Leben dein ganz persönliches Ablagesystem, das du für immer mit Leichtigkeit nutzt.

Der Ordnungscheck

Du bist einfach ordentlich, denkst ordentlich und tust ganz automatisch die Dinge, die den Papierberg für immer zum kleinen Haufen machen. Und der ist doch erlaubt, oder?

Ich wünsche dir einen aufgeräumten Tag

Happy Day

Maria

An der Diskussion teilnehmen 5 Kommentare

  • Dagmar sagt:

    Wie lange sollte man Unterlagen aufbewahren, Maria?
    Z.B. Versicherung, Krankenhausbriefe, Müll-, Wasser-, Energie- und Gasgebühren (Rechnungen), Hausbau, Grundstückskauf ect.
    Wo finde ich dazu Antworten?

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Dagmar, genau hier empfehle ich dir dein eigenen Regeln zu machen und die immer wieder zu hinterfragen. Außerdem genau die Dinge, machen dich ja nicht unordentlich, denn so viel ist das nicht. Ich selbst werfe alles sehr schnell weg, aber natürlich hab ich einen Ordner mit den Unterlagen über meine Wohnung. Alles Liebe, Maria

  • Charlie sagt:

    Ich denke nach dem Entrümpeln ist es wirklich unerlässlich und absolut notwendig, so wenig Papier wie möglich wieder nach Hause zu lassen.
    das heißt:
    – Werbesendungen abbestellen
    – Rechnungen und AGBs per Mail zuschicken lassen und eine feste Zeit in der Woche für die digitale Ablage einplanen
    – keine Flyer oder kostenlose Zeitungen annehmen
    – Bibliotheksausweis holen für Zeitungen und Bücher (auch für Kinder kann ich das wirklich sehr empfehlen)
    – Kinderzeichnungen als Geschenkpapier verwenden oder Stoff statt Geschenkpapier nutzen
    uvm

  • Sylvia sagt:

    Es gibt Fristen einzuhalten. Das ist richtig. z. B. bis das sich verjährt hat oder keinen Anspruch mehr hat. Dokumente und Urkunden nie wegwerfen. Ich hab alles gerne in Papierform. Damit habe ich Probleme und Angst Zuviel wegzuwerfen. Ferner: Altpapiercontainer gibt’s schon lange nicht mehr. Die Mülltonnen werden alle 4 Wochen geleert! Der Müll wird immer mehr!

    Mir ist auch wichtig, daß ein Dritter im Notfall zurechtfindet.

    Was hält ihr von Bullet-Journal? Das Ordnungssystem mit Erinnerungskiste von Mappei ist auch spannendes.

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Sylvia, freut mich, dass du deine Standards gefunden hast. Bullet-Journel führ ich seit langer Zeit um meine Ziele sichtbar zu machen und so richtig weiter zu kommen. Ist es voll kommt das nächste und die alten Dinge weg. Happy Day, Maria

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