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Vorhänge, Gardinen & Co – ja oder nein? Dein Ratgeber für die Auswahl der Fenstergestaltung

By Juni 23, 2018 Keine Kommentare
Vorhänge

Vorhänge, Gardinen & Co – ja oder nein? Wie ist eigentlich deine Einstellung zur Fenstergestaltung? Was hast du jetzt an deinen Fenstern? Was möchtest du ändern? Was sind deine Überlegungen? Zu kaum einem Thema hab ich so viele Offline- und Onlineberatungen und Fragen in meiner I LOVE MY HOME-Community.

Fenstergestaltung ist eine riesige Herausforderung. Kaum etwas hat so eine große Wirkung auf das Wohlfühlzuhause, die Atmosphäre deiner Räume und auch dein Leben (sei gespannt, ich habe da spannende Geschichten). Kaum ein „Einrichtungsgegenstand“ bietet so viele Möglichkeiten und gleichzeitig Potenzial, Fehler zu machen (die man dann oft nicht ausbessert). Es fließen stundenlang Überlegungen, viel Zeit und auch Geld in die Sache, und genau darum habe ich für dich in diesem Ratgeber (er ist etwas länger als meine Blogartikel) all mein Wissen, meine Erfahrung aus Hunderten Projekten und meine persönlichen Gedanken zur Fenstergestaltung zusammengefasst, damit du genau für dich und deine Räume die perfekte Entscheidung treffen kannst.

Folgende Dinge schauen wir uns genauer an:

  1. Lass uns starten mit der Wirkung von Fenstergestaltung, deine Entscheidungshilfe für das JA oder NEIN zu Vorhängen, Gardinen & Co.
  2. Warum die Auswahl so schwerfällt und weshalb so viele Menschen (vielleicht auch du) gar keine Vorhänge wollen.
  3. Meine Top Tipps für die Auswahl deiner Fenstergestaltung

Bist du bereit? Dann lass uns loslegen!

Vorab möchte ich noch klären, was ich alles mit Vorhang, Gardinen & Co meine, denn es gibt unzählige Begriffe und Möglichkeiten der Gestaltung. Ja, es gibt die klassischen durchsichtigen Gardinen vor den Fenstern, die Dekostoffe zum Schließen an der Seite, aber auch jede Menge zusätzliche Abwandlungen. Stoffe direkt an der Scheibe, alle Rollos und eigentlich kann auch ein Dekogegenstand vor dem Fenster etwas bewirken. Mir ist wichtig, dass du nicht nur an irgendwelche Gestaltungen denkst, die vor deinem inneren Auge als Bild auftauchen, wenn ich das Wort Vorhang nutze. Sei offen – es gibt Tausende Dinge, du musst nur die für dich passenden finden.

Die Wirkung von Fenstergestaltung & Vorhänge auf dein Wohlfühlzuhause

Wenn ich zu Beratungen komme, dann ist oft die einzige Aussage: Hier brauchen wir was am Fenster zum Verdunkeln, dort als Sichtschutz, aber sonst nichts. Licht, Schutz oder Verdunkelung sind wichtigen Themen, aber das sind bei weitem nicht die wichtigsten Entscheidungskriterien für Vorhänge & Co. Andere sagen wieder, ohne Vorhänge fühlen sie sich nicht wohl. Irgendwo dürfte es da also eine Wirkung geben, die wir meinen zu brauchen (oder auch nicht). Hier meine wichtigsten Punkte – vielleicht möchtest du im Kommentar deine ergänzen.

1. Sichtschutz

Klar, eine wichtige Funktion, die wir auf jeden Fall nutzen möchten. Überlege dir wirklich wer, wie oft, wann hereinsehen kann. Noch dazu stellt sich die Frage, was er oder sie dann sieht. Welchen Sichtschutz von außen braucht es wirklich in dem Raum: 100% oder nur ganz leicht, damit das Gefühl sich ändert? Zusätzlich rege ich aber auch an, umgekehrt zu bedenken, was du selbst nicht sehen musst. Bei einer Kundin war der Nachbar (mit dem das Verhältnis nicht so rosig war) vom Schreibtisch im Homeoffice immer sichtbar. Bei jedem Blick aus dem Fenster waren die negativen Gedanken in ihrem Bewusstsein – jetzt hat sie ganz dünne Gardinen und ihre Produktivität ist massiv nach oben gegangen.

2. Verdunkelung

Das ist eine Funktion, die wir nur in manchen Räumen oder zu bestimmten Zeiten brauchen, denn eigentlich wollen wir es ja eher hell in den Räumen haben. Die Fenstergestaltung gibt dir die Möglichkeit, das Tageslicht im Raum selbst zu regulieren. Vergiss nicht, dass auch die Sonne so draußen bleiben kann, um den Raum kühl zu halten. Überlege dir, wie dunkel es wirklich sein soll – 100% oder weniger? Oft lassen sich hierfür technische Systeme, wie Jalousien, Rollläden, Plissee am besten nutzen. Vorhänge können auch gut verdunkeln, für die hundertprozentige Wirkung brauchst du aber schwere Stoffe und die brauchen viel Platz.

3. Technische Wirkung

Vorhänge haben auch noch jede Menge „technische“ Wirkung. Textile Materialien schlucken Schall und dies ist gerade in großen Räumen ein Thema. Oft merken wir im Alltag gar nicht, wie laut unsere Räume sind (und uns dadurch stressen). Dazu kommt eine Schutzwirkung vor Wärme. Im Sommer, wenn die Sonne so wirklich hereinscheint, ist die Fenstergestaltung essentiell für Kühle im Raum. Umgekehrt ist im Winter eine Schutzfunktion gegen die Kälte da (was wichtig ist, wenn du ältere Fenster hast). Das solltest du nicht unterschätzen.

4. Spiegelungen nehmen

Hier sind wir bei einer sehr essentiellen Funktion, die wir oft unterschätzen. Fenster werden bei Dunkelheit zu Spiegeln (und dies bleibt übrigens auch, wenn du Außenjalousien hast). Dazu eine Geschichte von meiner Kundin in einer tollen Wiener Dachgeschosswohnung mit vielen Fensterfronten und Hochglanzwänden. Ich habe ein Foto gemacht und sie war fünfmal zu sehen, obwohl sie nicht auf dem Foto war. Wenn sie mit ihrem Partner am Abend am Sofa sitzt, sind also in Wirklichkeit 12 Personen im Raum. Unser Unterbewusstsein nimmt nämlich Spiegelbilder als Realität war. Damit kommt extrem viel Unruhe in den Raum, der die richtige Fenstergestaltung entgegenwirkt.

5. Textilien haben eine besondere Raumwirkung

Fenstergestaltung ist meist aus Textil und bringt so eine andere Dynamik in den Raum. Das ist der Hauptgrund, warum Vorhänge Gemütlichkeit in den Raum bringen. Unsere Räume sind sehr kantig, mit vielen Ecken und technischen Details, besonders um die Fenster herum. Viele Kanten, die uns irgendwie „anschauen“. Dazu kommt der Glanz der Fensterscheiben. Vorhänge und Stoff bringen hier Weichheit und eine andere Struktur in den Raum. Unser Unterbewusstsein ist genau so programmiert, denn in der Natur gibt es kaum Kanten, da sind es mehr die runden Formen. Vorhänge und Textilien gleichen dies in deinen Räumen aus.

6. Glas ist unsichtbar

Hier ist noch ein spannender Aspekt: Glas ist ein Material der modernen Zeit, das unser Unterbewusstsein, das Menschengedächtnis, nicht kennt. Es ist ein Material, das in der Natur nicht vorkommt. Ja, wir wissen und sehen, dort ist ein Fenster oder eine Tür aus Glas. Unsere Erfahrung sagt, dass nichts passieren kann. Dir ist bewusst, dass im Schlafzimmer niemand durch die Glasscheibe kommt. Deinem Unterbewusstsein ist dies aber nicht so klar. Du kennst das vielleicht von Gebäuden mit Glasboden oder Wohnungen mit bodentiefen Fensterflächen. All die sind irgendwie unangenehm. Unbewusst gilt das auch in deinem Zuhause. Unser Unterbewusstsein weiß nicht, dass hier ein Schutz ist und fühlt sich daher unsicher. Vorhanggestaltung gleicht genau das aus.

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7. Veränderung in der Raumwirkung

Kaum ein Gegenstand kann so einfach und so rasch die Raumwirkung ändern. Vorhänge nehmen viel Raum ein und sind eigentlich eine Art Wandgestaltung. Wo du sonst für eine Veränderung, eine neue Wirkung, neue Farben, wirklich viel Zeit und auch Geld investieren musst, kannst du mit Vorhängen in kurzer Zeit viel erreichen. Eine neue Farbe, ein neues Material, verändert einen Raum 100%. Wenn du Vorhänge hast, dann probiere mal, für kurze Zeit etwas zu verändern. Wenn es bei mir rasch Veränderung braucht, dann starte ich oft genau da. Lass die Dekorstoffe an der Seite weg. Ich selbst probiere hier auch immer wieder herum, hab teilweise zwei Verschiedene, die ich immer wieder wechsle. Im Sommer eine andere Gestaltung als im Winter macht einen riesigen Unterschied.

8. Wirkung auf Erholung, Glück und Erfolg

Vorhänge haben auch eine gewisse „magische“ Wirkung, die ich aus Hunderten Beratungen und aus meinem eigenen Leben kenne. Wenn wir genauer hinschauen, dann entsprechen unsere Räume unserem Inneren, uns selbst. Im Vergleich dazu ist die Außenwelt alles, was wir jeden Tag leisten, unsere Außenwirkung, unsere Aktivitäten in der Welt. Je mehr wir unser Zuhause also „hinaus“ ausrichten, desto mehr werden wir uns damit beschäftigen. Im Alltag gibt’s aber meist davon schon mehr als genug. Wir haben Hunderte Aufgaben, Stress im Job, jede Menge Verpflichtungen, Zeitnot und dann noch all die zahlreichen, täglichen Eindrücke in der Onlinewelt. Jede Menge Energie liegt im Außen, und dann fehlt uns die Zeit für uns selbst, für Ruhe, für ein gutes Gespräch. Der Blick geht im übertragenen Sinn und auch real hinaus, obwohl wir eigentlich mehr nach innen blicken sollten. Oft wird es genau dann zu viel und endet in Überforderung, Burn-out & Erschöpfung. Dies hat auf alle Lebensbereiche Auswirkungen, auf unser Glück und letztendlich auch auf den Erfolg. In Sachen Erfolg gibt’s dazu sogar Studien. In Büros mit direktem Blick nach draußen sinkt die Arbeitsleistung massiv.

9. Entscheidung treffen

Passend zum letzten Punkt geben Vorhänge, Gardinen & Co dir die Entscheidungsmöglichkeit, wann und wie viel im Außen du sein möchtest. Du kannst sie öffnen und schließen und so ganz bewusst entscheiden, was du jetzt gerade brauchst. Für mich einer der wichtigsten Gründe und ich nutze genau dies jeden Tag. Wenn ich mehr Inspiration, Weitblick und Aktivität brauche, dann bleiben sie offen. Wenn es mehr um Ruhe, Erholung und mich selbst geht, dann mache ich sie zu. Fenstergestaltung gibt dir die Möglichkeit zu entscheiden. Wenn du keine hast, dann nimmst du dir diese Möglichkeit.

10. Zu viel Fenstergestaltung

Ja, es gibt auch Kunden, denen ich empfehle, die Vorhänge aufzumachen, die Fenstergestaltung wegzunehmen, zu ändern. Genau dann, wenn zu viel Fokus im „Innen“ ist und die Verbindung zum „Außen“ fehlt. Dann, wenn sich Menschen zu sehr im Zuhause verkriechen, wird es Zeit für Veränderung. Dies gilt natürlich auch dann, wenn die Fenstergestaltung nicht genutzt wird. Die Jalousien immer herunten sind oder die Raffrollos eigentlich nur oben. Inaktive Dinge kosten Energie und genau da wird es Zeit, wieder aktiv zu werden, etwas zu ändern.

Warum ist es nun so schwierig, die richtige Fenstergestaltung zu wählen?

Manchmal in Gesprächen hab ich den Eindruck, dass viele fast eine Phobie vor Vorhängen & Co haben. Woran das liegt, habe ich natürlich erfragt, erforscht. Ich habe für dich die Gründe zusammengefasst, denn oft bringen diese schon einen neuen Blickwinkel.

Vorhänge

1. Vorhänge, Gardinen & Co sind altmodisch

Der wohl wichtigste Grund ist, dass viele beim Thema Vorhang irgendwelche altmodischen Spitzen in Omas Wohnzimmer vor Augen haben. Und wenn wir dann ins Möbelhaus gehen, dann sehen wir oft genau diese „schweren“ Stores mit ganz viel Rüschen und Raffungen. Vorhänge, Gardinen & Co haben sich verändert. Ich würde fast sagen, es gibt kaum einen Bereich mit so wunderbaren, modernen Optionen. Wir kennen sie nur irgendwie nicht. Ich empfehle dir mal zurückzuschauen. Warum willst du sie wirklich nicht? Gibt’s da Erinnerungen? Und dann schau dich nach modernen Optionen um, die wirkliche Freude machen.

2. Angebot ist einfach überfordernd

In kaum einem Feld der Einrichtung gibt’s so viel Angebot. Tausende Optionen und Entscheidungen, die zu treffen sind. Genau hier wird es schwierig. Wenn wir in ein Vorhanggeschäft gehen, dann sind dort Hunderte Stoffmuster und wir sollen wissen, wie wir entscheiden. Dazu gibt’s unzählige Montagearten, Vorhangbänder, Spezialgestaltungen und so manchen Fachbegriff, den wir noch nie gehört haben. Fenstergestaltung ist überwältigend und genau darum schrecken so viele davor zurück.

3. Fenstergestaltung macht den Raum dunkel

Klar, das stimmt. Wenn wir vor Glas etwas hängen, dann nimmt das Licht, und selbst eine ganz dünne, weiße Gardine wird minimal Licht nehmen. Also, lieber eine Jalousie, ein Plissee oder ein Rollo. Oft ist dann aber die Funktion im täglichen Alltag zu aufwendig. Es bleibt am Ende also dunkler im Raum als geplant. Gardinen und Vorhänge haben den Vorteil, dass sie super einfach und schnell zu bedienen sind. Außerdem können wir sie so einsetzen, dass sie kaum Licht nehmen. Dazu muss die Montage so sein, dass sie wirklich 100% vom Fenster entfernt werden können. Vorhangstangen & Co sollten daher mindestens 20 cm über das Fenster ragen. Gardinen können ganz dünn sein, und wenn sie nicht viel gezogen sind (also möglichst wenig Stoff), dann lassen sie viel, viel Licht durch. Helle Stoffe sind natürlich von Vorteil und zu guter Letzt gilt: Wenn die Sonne hereindarf, dann einfach öffnen.

4. Funktion bei speziellen Fenstern

Unsere moderne Architektur hat viele, viele Fensterformen und bringt damit jede Menge Herausforderungen. Der Form und Funktion sind keine Grenzen gesetzt. Auch die „Umgebung“ der Fenster ist nicht einfach „Wand“ wie früher immer. Normale Vorhänge, wie wir sie kennen, gehen also oft gar nicht und kreative Ideen fehlen. Viele meiner Kunden kommen genau dann, und auch ich empfehle dir mit einem Profi zu sprechen (oder 2) und selbst zu recherchieren. Frage gerne auch in meiner Facebook-Gruppe „Glückliches Zuhause“ und lass dich da von anderen inspirieren. Es gibt immer eine Lösung und ja, manchmal geht es einfach nicht mit einem Vorhang. Dann müssen wir kreativ werden.

Vorhänge

5. Fenstergestaltung hat ihren Preis

Du kennst die Situation sicher selbst. Du planst etwas anzuschaffen und dann kostet es viel mehr, als du gedacht hast, weil dir die Vergleichswerte fehlen. Bei Vorhängen & Co ist es genauso und das macht es so schwer, zu entscheiden. Fenstergestaltung ist relativ teuer im Vergleich dazu, was die meisten Menschen denken. Wenn du einen Tisch kaufst, dann kannst du ohne Probleme in allen Preissegmenten vergleichen. Der ist groß, gewichtig und hat daher seinen Preis. Vorhänge und die ganze Technik dazu sind schwer einzuschätzen. Da geht’s um Laufmeter, Einzelteile und am Ende auch um Anfertigung und Montage. Auch hier gibt’s massive Qualitäts- und Preisunterschiede, und es zahlt sich aus zu recherchieren.

6. Wir halten uns selbst auf

Für mich einer der Hauptgründe für die fehlende Fenstergestaltung in vielen Räumen. Wir wünschen uns zwar Ruhe, Erholung, Wohlfühlen, Erfolg, weniger Stress und Zeit für uns. Unbewusst machen wir aber genau das Gegenteil. Unsere Räume spiegeln unser Leben, unsere Zeit, wider. Unsere Fenstergestaltung auch. Genau darum müssen wir oft das Gegenteil von dem tun, was unser „Geschmack“ sagt. Wir müssen immer wieder aus der Komfortzone und auch mal etwas probieren, dass uns verändert. Vorhänge sind eine wunderbare, einfache Art und es gibt unzählige Geschichten von meinen Kunden, wo genau das passiert ist. Die Kundin, die nach 3 Jahren endlich ja gesagt hat und dann den Traumpartner gefunden hat. Die Familie, in der die Teenager endlich wieder am Esstisch sitzen bleiben und miteinander reden. Das Unternehmen, das endlich die Kommunikation im Team verbessert hat. Die Mutter, die endlich die Ruhe und Zeit findet für sich selbst. All das sind Beispiele von Kunden, bei denen wir nur die Fenstergestaltung verändert haben.

Geh jetzt mit neuem Blickwinkel durch deine Räume und du kannst entscheiden, ob Vorhang, Gardinen & Co –  ja oder nein! Jetzt geht’s daran, umzusetzen und die optimale Lösung zu wählen.

Meine Top Tipps zur Auswahl der Fenstergestaltung

Zu Beginn gleich die schlechte Nachricht: Es gibt wohl keinen Ratgeber, der alle Infos, alle Optionen und technischen Fragen klären kann. Auch ich kann dir hier nur eine Checkliste geben. Wenn du Inspiration zu deinen Fenstern brauchst, dann komm in meine kostenlose Facebook-Gruppe „Glückliches Zuhause“.

Hier sind meine Tipps und mein Step-by-Step-Plan für die Fenstergestaltung:

  1. Überlege, was du brauchst. Schau nochmals zu den Funktionen und überlege, was du an Wirkung in den Räumen haben möchtest. Worauf soll der Fokus liegen? Willst du mehr Aufmerksamkeit zum Fenster oder eher weniger? Analysiere dazu den ganzen Raum – wo möchtest du die Blicke hinlenken?
  2. Wie ist dein Alltag? Genau diese Frage wird so oft vergessen. Du musst Dinge wählen, die für dich und deine Mitbewohner praktisch sind. Wenn du Raffrollos nutzt, die dann ewig oben bleiben, dann ist es rausgeschmissenes Geld. Jalousien, die du nicht täglich aufmachst, machen aus deinem Zuhause einen Käfig und Vorhänge, die du nicht magst, werden dir kein gutes Gefühl geben. Achte auch auf deine Mitbewohner. In einem Haushalt mit kleinen Kindern sind zum Beispiel Flächenvorhangpaneele total fehl am Platz, da kaum ein Kind so genau und sorgfältig irgendwelche aufwendigen Mechanismen nutzt – du vielleicht auch nicht. So gibt’s täglich Streit und Ärger mit den Vorhängen – das zahlt sich nicht aus.
  3. Was macht Sinn? In der Küche wirst du keinen langen Seidenvorhang haben, der auf der Arbeitsfläche aufliegt. Es muss einfach praktisch sein und zum Raum passen. Überlege auch Optionen wie Folierung oder nur ein Stoffband über einer Rundstange. Dies umrahmt das Fenster und du kannst zum Beispiel zusätzlich ein Plissee am Fenster haben für den Sichtschutz.
  4. Schau dir die Technik an. Was sind die Details? Wie ist die Situation über dem Fenster, der Rahmen? Beachte Sonderformen, du solltest die Funktion kennen, bevor du startest. Es gibt für alles übrigens eine Lösung – also, nicht verzagen.
  5. Recherchiere online, was es gibt (oder frage in meiner Gruppe). So bekommst du Inspirationen fern ab von irgendwelchen Standardlösungen, die dein Möbelhaus ausgestellt hat.
  6. Wähle die passende Montage und sorge dafür, dass es flexibel bleibt (soweit es geht). Ich wähle für normale Fenster gerne Rundstangen mit Innenlauf. Hier kann man alle möglichen Aufhängevorrichtungen (Ösen, Schlaufen, Gleiter…) nutzen und immer verändern.
  7. Achte darauf, dass die Dinge möglichst ganz zu öffnen sind. Rundstangen und Karniesen müssen soweit über das Fenster stehen, dass der Vorhangstoff ganz vom Glas wegkommen kann.
  8. Wähle Stoffe und Muster so, dass sie zur Raumwirkung passen. Hier kannst du viele wunderbare Effekte erzielen. Horizontale Streifen zum Beispiel machen den Raum höher.
  9. Lass dich von den Stoffen inspirieren. Es gibt traumhafte Sorten, die oft gar nicht wirklich im Schauraum sichtbar sind. Oft findest du auch kostengünstige Stoffe zum Beispiel bei Kollektionen für Hotels, Fertiggardinen kannst du leicht abändern.
  10. Nutze leichte Materialien, wenn du es luftig möchtest. Du kannst auch zwei Gardinenstoffe kombinieren und die Dekorstoffe an der Seite weglassen. Dies gilt auch bei großen Fensterfronten, die nicht wie im Hotel wirken sollen. Wechsle hier zum Beispiel zwei Farben ab mit sehr schmalen Bahnen (ca. 60 – 80 cm) und kaum gezogen. Schon hast du die Optik von Flächenvorhängen und die Funktion von Gardinen.
  11. Plane für die Verdunkelung eine „technische“ Lösung wie ein Rollo, Jalousie usw. und für das Wohlfühlen dazu ganz leichte Gardinen.
  12. Nutze wenig Stoff und du kannst gleichzeitig moderner werden und Geld sparen.
  13. Hol dir Unterstützung vom Profi (am besten auch von jemanden, der nicht die Produkte verkauft). Oft bekommst du in kleinen Geschäften die bessere Beratung und bist am Ende auch günstiger dran.
  14. Hab den Mut, die Fenstergestaltung immer wieder zu wechseln.

Ich hoffe, du bist durch diesen Ratgeber inspiriert und hast neue Blickwinkel auf das Thema bekommen. Finde für dich die passende Gestaltung, damit dein Zuhause zu einem Wohlfühlort wird. Gib dir selbst die Möglichkeit, jeden Tag zu entscheiden, ob du den Innen- oder Außenraum in den Vordergrund bringen willst. Beobachte selbst die Magie von Vorhängen, Gardinen & Co.

Die Happy Home-Checkliste

Meine Kundin Petra hat mir dazu vor Kurzem geschrieben: „Maria, ich hab es nicht geglaubt und mich Jahre gewehrt, Gardinen für unser Wohnzimmer zu wählen. Es ist wahrlich magisch, denn irgendwie ist so eine Ruhe in mein Leben, in unser Leben, eingekehrt. Und sie sind so schön und besonders – sogar die Besucher sind begeistert.“

Ich freu mich, mit dir die Geschichte deiner Fenstergestaltung zu schreiben.

Happy Day, Maria

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