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Wohin mit getragener Kleidung? Tipps gegen die Wäscheberge.

By Februar 6, 2021Keine Kommentare
Raumtalk172 Getragene Kleidung

Getragene Kleidung zwischenlagern. In diesem RaumTalk beantworte ich eine ganz spezielle Frage: Was tun mit getragener Kleidung, die nicht in die Wäsche soll, weil wir sie ein paar Tage später noch einmal anziehen wollen? Schnell entstehen in der Wohnung Wäscheberge oder Kleiderhaufen, die unordentlich wirken und Kraft kosten.


Bei der OrdnungsChallenge, die im Januar stattgefunden hat, ist diese Frage auch häufiger gestellt worden – denn kaum jemand gibt getragene Kleidung sofort nach einem Tag in die Wäsche. Hier findest du die Inhalte der OrdnungsChallenge zum Nachschauen und Anhören.

Getragene Kleidung noch einmal anziehen: Wohin damit?

Was tun wir mit Kleidungsstücken, die wir nur wenige Stunden oder zu einem Event am Abend getragen haben? Sie sollen nicht zurück in den Kleiderschrank – auch aus Angst vor Kleidermotten oder unangenehmem Geruch.

Irgendwo in der Wohnung lagern dann getragene Kleidungsstücke und es entstehen unansehnliche Wäscheberge. Wir „vergessen“, wo bestimmte Kleidungsstücke liegen oder suchen sie im Schrank. Sie bekommen Knitterfalten und dann wollen wir sie auch nicht mehr anziehen – das Chaos vergrößert sich.

Viele Menschen wollen eine „Wunderlösung“ – sie wünschen sich diesen einen Platz, wo getragene Kleidung nicht mehr stört und trotzdem schonend lagern kann.

Es gibt tatsächlich ein Geheimrezept, aber es lautet anders als du denkst. Das Problem ist nicht die getragene Kleidung. Es sind nicht die paar Stücke oder Gegenstände und Accessoires, die nicht sofort wieder an ihren Platz gelegt werden.

Es ist ein Symptom für ein tiefer liegendes Problem oder deine Herausforderung mit dem Thema Ordnung. Diese Erkenntnis macht oft den großen Unterschied. Dazu gebe ich dir noch ein paar Tipps, wie du das Thema Wäscheberge für dich lösen kannst.

Raumtalk172 Getragene Kleidung Pinterest

Welche Standards hast du bei deiner Kleidung?

Es gibt Menschen, die vertreten die Auffassung, dass man getragene Kleidung nicht zurück in den Kleiderschrank hängen darf, weil das Kleidermotten anlockt.

Meiner Erfahrung nach passiert dies nicht, wenn Kleidung in regelmäßigem und kurzem Abstand getragen (und dann gelüftet oder gewaschen) wird. Ein Ball- oder Abendkleid lüfte ich gut oder lasse es reinigen, um es dann sicher aufzubewahren. Andere Stücke hänge ich auf den Balkon, um sie gut durchzulüften.

Hinterfrage deine Standards für Kleidung: Manchmal haben wir noch Standards, die zu anderen Materialien passen oder unsere Art, Kleidung zu tragen, hat sich verändert.

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Wo lagerst du getragene Kleidung am besten?

Da drängt sich mir die Frage auf: Wie viel Aufwand ist es, getragene Kleidung im Schrank unterzubringen? Sind nur wenige Handgriffe nötig, um sie gut zwischenzulagern und ist sogar noch Platz im Kleiderschrank? Solange deine Kleidung auch im Schrank zirkulieren kann, wird das kein Problem sein.

Die Herausforderung entsteht

  • wenn der Schrank grundsätzlich schon zu voll ist.
  • wenn du erst umräumen musst, um freien Platz zu schaffen.
  • wenn dir andere Dinge entgegenpurzeln und du diesen Aufwand scheust.

Dann wird sich das Problem mit den Wäschebergen erst lösen, wenn du deinen Kleiderschrank nach Kategorien entrümpelt und neu geordnet hast.

Welche Gedanken führen bei dir dazu, dass dich die getragene Kleidung stört? Aus meiner Sicht wird es ein Problem, wenn du dich für deinen aktuellen Umgang mit getragener Kleidung schämst oder die Herausforderung nicht beheben willst.

Ich habe in meinem Schlafzimmer ein paar Sachen, die auf schönen Stühlen hängen. Meine Sportsachen hängen auf ein paar Haken hinter der Badezimmertür. Andere Kleidung hänge ich über zwei, drei Haken an der Schlafzimmertür, um sie zu lüften.

Gute Gewohnheiten, um getragene Kleidung zwischenzulagern

Oft sind es kleine Dinge oder Gewohnheiten, die das Problem leicht lösen: Schau, wo du beispielsweise deine Sportklamotten lüften kannst. Das muss nicht im Schlafzimmer sein, vielleicht gibt es in deinem Badezimmer oder auf dem Balkon einen Ort, wo sie nicht stören.

Überprüfe deine Gewohnheiten mit getragenen Kleidungsstücken. Für mich steht fest: Ich ziehe T-Shirts, die ich einen halben oder einen Tag getragen habe, oft 2 bis 3 Tage später noch einmal an. Und das bedeutet im Alltag, dass ich zuerst zu dem Platz hingehe, wo sie zwischenlagern und nicht an den Kleiderschrank. Dadurch werden bei mir die Wäscheberge gar nicht so groß.

Wenn dann doch einmal mehr getragene Kleidung herumliegt, ist das ein Signal für mich zu überprüfen, woran es liegt:

  • Ist der Kleiderschrank zu voll?
  • Mag ich die Kleidung, die ich trage?
  • Gab es andere Ablenkungen?

Ein Happy Place für getragene Kleidung

Wie kannst du die Gewohnheiten verändern, dass bei dir Wäscheberge gar nicht entstehen? Schau, dass der Platz für getragene Kleidung ein Happy Place ist.

Ich habe einen schönen Platz eingerichtet, mit tollen Sesseln, Kissen & Deko. Ich liebe diesen Platz und erfreue mich an meiner schönen Kleidung. Hinter der Türe habe ich schöne Haken und jedes Mal, wenn ich dort Kleidung hinhänge oder wegnehme, freue ich mich darüber. Da kommen Erinnerungen in mir hoch an einen wunderschönen Urlaub, wo ich sie gesehen und dann später im Internet danach gesucht habe.

Oft ist auch noch ein anderes Thema dabei: die Wäscheberge der Mitbewohner. Wir fühlen uns dafür verantwortlich oder ärgern uns über sie. Starte mit deinen getragenen Kleidungsstücken und gib die Verantwortung für die anderen an deren Besitzer zurück.

Kümmere dich gut um deine Kleidung und freue dich darüber, schenke ihr Wertschätzung. Diesen Perspektivwechsel trainiere ich auch mit den TeilnehmerInnen in meinem Programm OrdnungsMagie – und der wirkt Wunder (und färbt übrigens immer auch auf die Mitbewohner ab). Trag dich gerne auf der Warteliste dazu ein, wir informieren dich sofort, wenn sich die Türen wieder öffnen.

Kleiderstapel und Wäscheberge müssen nicht sein: Trag dein schönes Kleid, in dem du ausgegangen bist, ein paar Tage später und hole die Erinnerung an einen schönen Abend damit zurück. Ein Berg mit getragener Kleidung ist nie das Problem – er zeigt dir, dass du lebst. Wie du lebst, hängt von deinen Standards und Gewohnheiten ab.

In meiner kostenlosen Facebook-Gruppe Glückliches Zuhause schauen wir gemeinsam auf die vielen Aspekte von Wohnen und Ordnung. Ich freue mich sehr, dich dort zu sehen und deine Räume kennenzulernen. Wenn du magst, poste ein Foto von deinem Wäscheberg und tagge mich gerne @raumexpertin_maria_husch – dann können wir gemeinsam eine Lösung finden.

Und vergiss nicht:
Verändere deine Räume. Verändere dein Leben. Verändere die Welt.

Happy Day

Maria

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