ArbeitsräumeMini-Tipps

Online-Kurse erstellen und erfolgreich verkaufen mithilfe der richtigen Raumgestaltung

By April 9, 2016 September 1st, 2018 4 Kommentare
online-kurse

Ein Artikel über Online-Kurse und die optimale, erfolgreiche Raumgestaltung. Komisch oder? Ich spreche jetzt nicht von Technik oder Design, sondern wirklich von Möbeln, Wandfarben und Bildern an den Wänden. Als Raumexpertin erzähle ich dir hier, warum du auch bei Onlinekursen die Räume beachten musst, und zwar als „Produzent“ und auch als Kunde der Kurse.

Ich freu mich sehr, dass Simone Weissenbach im Rahmen ihrer Blogparade „Online-Kurse“ zu dem Artikel inspiriert hat (lies hier weiter, wenn du mehr Artikel zum Thema lesen möchtest).

Raumgestaltung muss auch für Online-Kurse sein

Hast du schon an einem Online-Kurs teilgenommen? Bietest du selbst einen an? Ich liebe sie – aus beiden Sichten. Natürlich hab ich schon jede Menge kleine und große Programme selbst gemacht und ich biete auch selbst Onlinekurse in meiner I LOVE MY HOME-COMMUNITY an. In beiden Situationen gestalte ich die Räume ganz bewusst und ich zeige dir heute, wie das geht. Vorher aber noch ein kleiner Ausflug in die Offlinewelt:

Kannst du dich noch an dein letztes Seminar erinnern, dass du besucht hast? Wie war dort die Atmosphäre? Wie war der Raum? Was ist dir noch in Erinnerung geblieben?

Ich bin mir sicher, so mancher Online-Kurs in deinem Leben hat räumlich einen großen Eindruck hinterlassen. Vielleicht kannst du dich wirklich noch an Details erinnern. Das ist oft so, dass wir fremde Räume genauer wahrnehmen. Vor allem dann, wenn wir aus dem Alltag herauskommen und Vortragenden zuhören, wird der Raum plötzlich zum „Hingucker“. Noch stärker wird dies, wenn wir intensiver Kurse besuchen, die vielleicht sogar noch mit Prüfungen verbunden sind. Denk mal an deine Schulzeit zurück. Da gibt´s sicher noch das eine oder andere Detail, an das du dich im Raum erinnerst.

Unsere Räume haben also eine besondere Bedeutung für Vorträge, Workshops und Online-Kurse. Manchmal sind sie sogar ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg. Normalerweise sorgen die Veranstalter und Vortragenden für die gute Atmosphäre, im besten Fall die optimale Atmosphäre für deinen und ihren Erfolg. Das beginnt bei großen Veranstaltungen wie Kongressen und endet eigentlich bei der 1-zu-1-Coachingsituation.

Und was ist jetzt bei einem Onlinekurs? Wir brauchen ja gar keinen externen Raum mehr, denn es geht ganz einfach im Büro oder sogar mit Smartphone&Co irgendwo anders. Fallen die Räume also weg? Ja, aber damit fallen auch all die positiven Eigenschaften der Räume weg – sie sind nicht mehr auf den Seminarerfolg programmiert. Ich zeig dir hier 6 Maßnahmen im Raum, die du bei jedem Kurs anwenden solltest. Das geht mit ganz einfachen Mitteln und macht den Erfolg aus. Wenn du selbst Online-Kurse anbietest, dann rege deine „Teilnehmer“ ganz konkret an, diese Schritte auch zu tun.

1. Der optimale Seminarraum

Wenn du einen Kurs besuchst, dann ist dieser je nach Thema, Dauer, Umfang und Preis an einem bestimmten Ort. Manchmal einem ganz besonderen Ort. Ein Hotel im Wald, ein Vortragsraum mit Blick über die Stadt, ein gemütliches Café oder sogar ein Seminarhotel in einem anderen Land. Du kommst hinaus aus dem Alltag – Tapetenwechsel, der zweifelsohne seine Wirkung hat: frischer Wind (den soll ja der Inhalt auch bringen), Engagement, Motivation und neue Sichtweisen.

Neue Räume stärken genau das. Such dir auch einen Raum für deine Online-Kurse, wo du ganz bewusst den Kurs besuchst. Es macht sehr viel Sinn hier vom Arbeitsplatz wegzugehen. Ich mache alle Onlinekurse ganz bewusst außerhalb vom Büro, um den Lerneffekt zu stärken. Such dir einen Platz, der dich stärkt und Freude macht. Schau, dass dieser bequem und gut sichtbar ist, eine Parkbank oder eine eigene „Seminarecke“ im Wohnzimmer. Vielleicht möchtest du auch einen Ort „anmieten“ (eine Hotellobby). Schau diesen Raum mit dem externen Blick an. Was wäre in einem ganz realen Seminarraum vorhanden? Welches Arbeitsmaterial, welche Verpflegung, welche Motivationsgegenstände, welche Pausenfüller? Warum soll es dir in deinen eigenen vier Wänden schlechter gehen?

Nutze für den Lernerfolg auf jeden Fall meinen wichtigsten Tipp, wenn du am Schreibtisch arbeitest: Setze dich in die Erfolgsposition!

Die Erfolgsposition

2. Dranbleiben nicht vergessen!

Die wohl größte Herausforderung bei Online-Kursen ist es, diese auch wirklich konsequent zu machen. Die Anbieter arbeiten natürlich mit jeder Menge Motivationsmethoden. Hol den Raum dazu. Wenn der Kurs im Raum sichtbar ist, dann wird dein Unterbewusstsein daran denken. Im normalen Seminar dient dazu vielleicht schon am Eingang ein Schild mit der Aufschrift „zum Seminar“. Es gibt ein Willkommen-Flipchart und vielleicht besondere Arbeitsunterlagen. Druck dir von dem Kurs, den du gerade besuchst, das Logo aus, ein Foto. Nutze das „in deinem Seminarraum“ als Dekoration. Nimm es als Bildschirmhintergrund oder als eine Erinnerung in der Geldbörse. Du wirst nicht glauben, wie viele meiner Teilnehmer meine „Schilder“ in den Wohnungen und Büros hängen haben. Sie denken dann noch Monate danach an meine Aktion – ein Anker, der Wunder wirkt für beide Seiten.

3. Lernziel sichtbar machen

Wenn du ein Seminar besuchst, dann steht über die Seminarzeit das Ziel immer im Raum. Spätestens wenn du den Raum betrittst, ist es wieder erkennbar. Die anderen Teilnehmer unterstützen dich dabei, das Ziel nicht zu vergessen. Egal, ob das mehr körperliche Fitness, eine neue Sprache, eine neue Geschäftsidee oder mehr Erfolg mit deinem Vertrieb ist – dein Ziel darfst du nicht aus den Augen verlieren.

Daher solltest du das auch im Raum ordentlich fixieren. Meine Online-Kurse starten alle genau damit. Ich stelle Fragen: Was ist dein Ziel? Was soll nach dem Kurs passieren? Schreib es dir groß auf, hol die Bilder, die genau das zeigen. Vielleicht hast du auch ein paar Gegenstände, die dich ans große (und auch an das kleine) Ziel erinnern. Lass dies auf keinen Fall aus. Wenn du das Ziel nämlich im Raum hast, dann fällt es dir umso leichter, es auch zu erreichen.

4. Wichtige Punkte in den Raum holen

Am Ende jedes Seminars sind meist die Wände voll mit Flipcharts oder du hast zumindest ein Handout und deine Mitschriften. Die kommen eventuell sogar mit und sie nehmen Raum ein. Ein Online-Kurs ist dagegen rein vom Platz nicht vorhanden. Schau, dass deine Erkenntnisse und Lernerfolge auch wirklich Raum einnehmen (so wie seinerzeit das 1×1 im Kinderzimmer). Schreib dir die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Zettel, mach dir eine Maßnahmenliste, verfasse eine Mitschrift, auch wenn du jeder Zeit theoretisch nachlesen könntest.

Ich habe selbst immer für meine Teilnehmer Dateien zum Ausdruck, die sie verwenden sollen. Ein optimaler Ort ist dafür das WC. Dort ist die bewusste Raumwahrnehmung extrem hoch und du kannst super „Lernstoff“ sichtbar machen. Die wichtigen Termine deines Kurses kannst du in einen Terminplaner aus Papier eintragen – da reicht übrigens auch ein hübsches Post-it mit den wichtigsten Daten.

5. Hol dir Unterstützung!

Im Seminar hast du den Seminarleiter und auch die anderen Teilnehmer immer zur Seite. Sie motivieren, unterstützen und bringen positive Energie. Sie stehen hinter dir und deinem Ziel. Das fehlt dir beim Onlinekurs weitgehend oder ist online nur eingeschränkt möglich. Denke an ein großes Event, mit vielen begeisterten Teilnehmern. Da spürt man eine Energie, die mitreißt. Du kannst dir auch für deine Online-Kurse Menschen in den Raum holen.

Überlege dir einerseits ein Vorbild, einen Mentor, jemanden, der dein Kursziel schon erreicht hat und hänge ein Foto von ihm/ihr auf. Sinnvoll ist es auch, deinen Onlinekurs-Vortragenden als Bild in den Raum zu holen. Druck dir nur für den Kurszeitraum ein Foto aus. Und warum nicht auch bei einem Onlinekurs KollegInnen oder FreundInnen mitnehmen. Registriert euch beide für den Kurs und bearbeitet gemeinsam alle Module. Trefft euch immer wieder in einem „Seminarraum“.

6. Das Drumherum macht´s aus!

Vergiss nicht all die anderen angenehmen Dinge bei Seminaren und Kursen. Du lernst Menschen kennen, du tauschst dich aus und du feierst am Ende die Erfolge. Auch wenn es nur eine Teilnahmebestätigung ist, du bekommst ein „Zeugnis“ für dein Tun. Verzichte beim Online-Kurs nicht darauf. Du kannst auch online neue Menschen kennen lernen. Vernetze dich und hol die eine Gruppe in den Raum. Vielleicht gibt´s ja auch jemanden in deiner Stadt und du kannst dann wirklich gemeinsam feiern. Wenn nicht, dann hol Freunde zum Feiern und mach es jetzt schon im Raum sichtbar. Welchen Champagner wirst du öffnen, wenn du das Ziel erreicht hast? Stell ihn gut sichtbar in den Kühlschrank. Überreiche dir selbst eine Teilnahmebestätigung, ein kleines Geschenk. Das kannst du im Raum nutzen und es erinnert dich immer an deinen Erfolg.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren. Hol dir vor jedem Onlinekurs diesen Artikel hervor und nutze deine Räume für den Erfolg.

Wenn du selbst Onlineanbieter bist, dann kannst du die TeilnehmerInnen zu all diesen Maßnahmen inspirieren. Ich habe super Erfahrung damit. Meine Teilnehmer haben immer irgendwo das Logo, mein Bild und oft Monate nach dem Kurs, wenn ich in ihre Räume komme, bin ich noch sichtbar. Das hilft dir doppelt, denn der Kurserfolg ist einfach wesentlich höher und du bleibst im Gedächtnis.

Ich wünsche viel Freude bei der Raumgestaltung rund um die Online-Kurse. Probiere es aus und berichte mir, was sich getan hat. Wenn du sehen möchtest, was ich mache und du deine Räume 100% auf den Erfolg programmieren möchtest, starte mit der Erfolgsposition:

Die Erfolgsposition

Happy day,
Maria

PS: Sende den Artikel an deine Freunde und Kollegen, die Onlinekurse veranstalten und unterstütze so ihren Erfolg. Teile ihn in deinen Online-Communities. Danke dir!Merken

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An der Diskussion teilnehmen 4 Kommentare

  • Liebe Maria, was für eine schöne Idee, Dein Artikel, ja Du hast Recht, der Raum fehlt zunächst bei Online-Kursen und es ist ganz entscheidend Raum dafür zu machen. Auch das mit dem Anker leuchtet mir ein. Ja und Räume sind wichtig und prägen sich ein. Das geht mir auch so, besonders in der Fremde, wie Du das sehr schön beschreibst. Mit den Räumen in meinem Zuhause habe ich manchmal Mühe. Da kommt mir beim Gestalten irgendetwas in die Quere: vielleicht all die Dinge, die dort um meine Aufmerksamkeit streiten und erledigt werden wollen, bevor ich den Raum gestalten kann. Jedenfalls habe ich mich gefreut Deinen Artikel zu lesen und wünsche Dir alle Gute für Deine Raumgestaltungen online und offline.

    • Maria Husch sagt:

      Danke liebe Sabine! Wünsche dir viel Freude beim Gestalten. Und wenn nicht alles geht – keine Sorge, bei mir ist es auch so – starte mal mit einem ganz kleinen Platz in deinem Zuhause. Alles Liebe, Maria

  • Liebe Maria,

    ich liebe Blogparaden, weil es einfach immer so viele unterschiedliche Aspekte gibt, die zu einem Thema beleuchtet werden. Dein Artikel ist so ein Beispiel. Du hast Themen verknüpft, bei denen ich erst dachte: Wie gehört das denn zusammen? und mir nach dem Lesen nicht mehr vorstellen konnte, wie es nicht zusammengehören könnte.

    Danke dafür!

    Herzliche Grüße
    Simone

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Simone,
      ich danke für deine Inspiration dazu. Eigentlich mach ich es ja immer schon. Jetzt hab ich es endlich zusammengeschrieben. Freut mich, wenn für dich und deine Kunden was dabei ist. Alles Liebe, Maria

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