Dein Mülleimer, macht er dich wirklich glücklich?

Dein Mülleimer, macht er dich wirklich glücklich?

Im heutigen RaumTalk geht es um die Kleinigkeiten im Alltag, die uns sehr viel Energie rauben, die wir aber ganz einfach beheben und ändern können. Ich erzähle dir heute die Geschichte meines Mistkübels (meines Mülleimers würdest du vielleicht sagen).

Oft sind es die kleinen, die alltäglichen Dinge, die sich störend auf unseren Alltag auswirken. Schnell entsteht aus einer solchen Kleinigkeit Streit, wie zum Beispiel wegen der Frage: Wer bringt den Mülleimer hinaus? Vielmehr geht es aber darum, glücklich in den eigenen Räumen zu leben und von positiver Energie umgeben zu sein.

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Finde und entlarve deine Energieräuber

Lass uns zuerst bei dir Zuhause eine Bestandsaufnahme durchführen: Nimm dir einen Zettel und hänge ihn sehr prominent in deiner Küche auf. Du kannst das auch in deinem Büro machen, wenn du merkst, dass eher dort Energieräuber am Werk sind und sich ständig negative Gedanken einschleichen. Wie gesagt, oft sind es Kleinigkeiten, über die wir uns täglich ärgern. Anstatt etwas daran zu ändern, gehen wir lustlos über das Gefühl hinweg. Das Problem oder die ungeliebte Aufgabe aber bleiben. 

Schau‘ genau hin, was da für Gedanken kommen und in welchen Situationen du dich ärgerst. Bei dieser Übung soll es nur um einzelne Gegenstände gehen. Wenn du feststellst, es ist der Abstellraum oder ein anderes komplettes Zimmer, das dir Energie raubt – das ist ein großes Projekt und sollte zu einem gesonderten Termin angegangen werden. 

Achte ganz bewusst darauf, wann sich Ärger einstellt. Vielleicht ist es auch bei dir der Mülleimer, möglicherweilse betrifft es nur eine Schublade, oder es ist ein bestimmtes Regalfach. 

Mach eine Strichliste, wie häufig du in einer Woche dazu negative Gedanken hast oder Ärger in dir aufwallt. Und nimm‘ ganz bewusst wahr, wohin diese negativen Gedanken führen. Was passiert mir dir?  

Oft sind es diese ganz kleinen Dinge, die uns von weiteren Handlungen abhalten und uns daran hindern, Aufgaben bis zu ihrem Ende durchzuführen. Daraus entsteht fehlende Ordnung, weil eine winzige Sache nicht passt. Wir steigern uns in ein negatives Gefühl oder Ärger hinein und wollen die gesamte Arbeit nicht mehr erledigen. Unser Unterbewusstsein hindert uns, zu handeln. 

Daraus entsteht Streit, der sich auch auf unsere Beziehungen überträgt und auf unseren Erfolg auswirkt. Eine negative Spirale, die von einer Winzigkeit oder einem einzelnen Gegenstand in Gang gesetzt wurde. 

Kommen wir zu der Geschichte meiner Mülleimer und warum ich gerade diese ausgewählt habe 

Müll ist ein großes Thema, wenn es um Ordnung geht. Mülleimer spielen in Familien eine große Rolle, wie ich in vielen Gesprächen festgestellt habe. Du kennst das vielleicht selbst, da gibt es Streit um die Fragen: 

  • Wer trägt den Müll herunter? 
  • Warum sind die Dinge nicht gleich in den Müll gewandert? 
  • Wer hat den Müll auf dem Couchtisch oder der Arbeitsplatte liegen gelassen? 

Muelleimer

Oft liegt es an den Mülleimern selbst oder den Müllsystemen. Die sind zum Teil sehr stylisch oder unsichtbar in Unterschränken eingebaut. Es gibt sie mit Auszügen oder Deckeln, die unterhalb der Spüle stehen. Der Müll ist nicht sichtbar. Wenn Dinge nicht sichtbar sind, sind sie nicht präsent und werden weniger genutzt. 

Mülltrennsysteme sind oft auch nicht leicht zu handhaben. Ich muss eine Schranktür öffnen, vielleicht einen Deckel anheben oder den Eimer herausziehen. Habe ich jetzt die Hände schon voll mit Müll, kann ich diese Systeme gar nicht bedienen. Oder sie sind zu klein, so dass man sie jeden Tag, oder sogar mehrfach am Tag, ausleeren müsste. 

Beobachte solche Handgriffe, kleinen Dinge – es kann bei dir ein ganz anderes Thema sein. 

Bei mir war es definitiv das Müllsystem, das mir viel zu aufwendig war. Die Tür, hinter der der Mülleimer stand, ließ sich nicht öffnen, wenn gleichzeitig der Geschirrspüler offen stand. Was bedeutete, dass ich nie Müll wegwerfen konnte, während ich gleichzeitig den Geschirrspüler einräumen wollte. Befanden sich auf den Tellern noch Reste, die ich wegwerfen wollte, musste ich erst den Geschirrspüler schließen. Noch mehr Handgriffe. 

Ich habe mir daraufhin einen großen grünen Standmülleimer mit Fußpedal gekauft, der gut sichtbar in meiner Küche steht. Es war zwar schon sehr viel besser, aber noch nicht optimal. Vieles wurde spürbar besser, auch ordentlicher. Sogar die Gäste wussten sofort, wohin mit dem Müll. 

Weg mit dem Müll – auch in deinen Gedanken

Und obwohl er mir gefiel – was auch bei alltäglichen Gegenständen wichtig ist, weil du sie dann lieber benutzt – stimmte er mich schon nach kurzer Zeit negativ. Er hat oben einen Henkel und jedes Mal, wenn ich den Müllsack herausnehmen wollte, ist er am Henkel hängengeblieben und gerissen. Dadurch habe ich ihn nicht mehr regelmäßig herausgenommen. Und je voller er war, desto schwieriger wurde es. Den Eimer umdrehen ging auch nicht, da der Henkel wie eine Sperre gewirkt hat. 

Ich habe mich jede Woche darüber geärgert! Immer wieder hatte ich negative Gedanken und habe den Müll immer seltener aus dem Haus getragen. Ganz unbewusst habe ich mein Verhalten geändert, was zu noch mehr Ärger und noch mehr negativen Gedanken geführt hat. 

Gleiches gilt für unsere Kinder oder den Partner, den wir mit solchen Aufgaben beauftragen. Wenn auch diese Menschen Schwierigkeiten mit der Handhabung haben, werden sie sich verweigern und so führen eigentlich kleine Dinge und Aufgaben fast unweigerlich zu Streit. Wie sehr Streit unser Zusammenleben erschweren kann und was du tun kannst, um deren Auslöser zu entdecken, kannst du in diesem Artikel lesen: Streitest du noch oder wohnst du schon?

Mehr Freude im Alltag

Jetzt habe ich einen neuen Mülleimer gekauft, der mir nicht nur sehr gefällt und den schönen Spruch „We would be so great together“ trägt, sondern wo auch der Henkel mich nicht daran hindert, den Müllsack unfallfrei herauszunehmen. 

Ich habe einen wahnsinnig großen Unterschied im Alltag festgestellt. Es hat sogar Auswirkungen auf mein Gefühl, wenn ich in der Küche bin oder nach dem Kochen zusammenräume. 

Schau, was es bei dir ist. Oft lassen sich mit kleinen Änderungen oder Investitionen schnell Abhilfe und Erleichterung im Alltag schaffen. In dem einen Eimer habe ich nun meine Putzmittel untergebracht, die ich leicht herausnehmen kann, aber nicht so häufig benötige. Auch für den grünen Standmülleimer fällt mir sicher noch eine Verwendung ein, zum Beispiel für Dinge, die ich nicht häufig verwende (dann kann er mich nicht so oft ärgern). 

Ich bin neugierig, was du bei deiner Bestandsaufnahme entdeckst. Berichte in den Kommentaren davon und erzähle uns auch, welche Lösungen im Alltag du für dich gefunden hast. 

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Ideen, Kreationen, Anregungen?

  1. Mein schwierigster Platz in der Wohnung IST DIE Gastherme die in der Küche steht , oft anspringt dadurch kurzfristig das Gefühl ist man ist im Heizunsgraum…und dazu kommt noch das sie in einer spitzen Ecke steht…

    seit vielen Jahren belastet die Heiz Situation mich. So das ich zeitweise die Therme aus habe und mit elektro Heizungen heize.

    Ich wünsche mehr sehr wie ich gerade die Ecke im raum freundlicher weicher harmonischer ruhiger mit fengh shui tipps gestalten kann.

    Vielleicht hast Du eine Idee. Unter der Therme ist ein selbstgebautes Regal was ich weiß gestrichen habe mit einem Vorhang vor, wo Geschirr usw. drin ist.

    Es ist die Partner ecke von der Haustür Eingang der Wohnung aus.

    Grüße von Katrin

  2. 💕💕 Witzig ist der Name „Miskübel“ , denn im Ruhrgebiet heißt er Mülleimer . Ich war schon vorher , bevor der Blog von dir erschienen ist, trendig. Ich hatte mir Ende des Jahres einen neuen Mülleimer im Internet bestellt. Ich empfand den „Alten“ als störend, als körperlich unangenehm. Seit dem 9.01. ist er jetzt da. Was soll ich sagen. Es war eine gute Entscheidung.

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© 2015 Maria Husch ● Webseite: Wiebke Schmidt

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