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Ordnung mit Marie Kondo: 8 Gründe, warum es (für mich) nicht funktioniert & 8 Tipps, wie du es wirklich schaffst.

By Februar 22, 2019 März 14th, 2019 12 Kommentare
marie-kondo

Spätestens jetzt ist er überall angekommen, der große Hype um Marie Kondo und Ordnung nach ihrer Konmari-Methode. Netflix-Show, Zeitungsberichte, Social Media – kein Weg führt an Marie Kondo vorbei, wenn es ums Thema Entrümpeln und Ordnung halten geht.

Bist du auch schon angesteckt und hast das Buch daheim, Artikel gelesen oder vielleicht sogar die verrückten YouTube-Parodien gesehen? Hast du losgelegt mit dem „kondo your home“? (Unglaublich: Es gibt sogar ein eigenes Verb im Englischen und das, obwohl sie auf Netflix nur Japanisch spricht mit Übersetzung.)

Viel mehr aber stellt sich mir die Frage, ob du losgelegt hast und jetzt endlich ordentlich bist!?

Funktioniert es wirklich mit dem „Magic cleaning“?

Bevor wir loslegen und ich dir erzähle, warum es für mich und viele meiner Kunden nicht 100% funktioniert hat – und was du besser machen kannst – aber noch ein Wort zu Marie und ihrem Tun.

Ich finde Marie Kondo großartig und bewundere ihre Arbeit, weil sie so viel verändert hat.

  • Wie sie dem Thema Raum & Ordnung weltweit Aufmerksamkeit schenkt.
  • Wie sie viele, viele Menschen inspiriert neue Wege zu gehen und ihre Dinge, ihr Zuhause, zu lieben.
  • Wie sie mit ganz neuen Ansätzen mich und viele andere inspiriert hat.
  • Wie sie als Unternehmerin so wirklich große Visionen umgesetzt hat.

Ich selbst habe schon vor vielen Jahren in Kanada in einem Bekleidungsgeschäft ihr Buch entdeckt. Damals hatte ich noch nie von Marie Kondo gehört und dachte mir, was ist das für ein Büchlein mit so unscheinbaren Wolken in Wasserfarbe gemalt. Ich habe es gekauft und gleich gelesen und dann wieder weggelegt. Inspiriert hat es mich nicht, loszustarten – obwohl ich es damals wohl gebraucht hätte. Ich hab gar nicht wirklich viel ausprobiert, denn da war die Stimme „Das halt ich eh nie durch“, „Das geht bei mir nicht“, … Was soll das?“

Hat Marie wirklich die Methode für alle, die loslegen möchten – ist es das Geheimrezept?

Mittlerweile habe ich es schon öfter gelesen, jeden Tipp auch wirklich ausprobiert und auf Herz und Nieren geprüft. Viele meiner Kunden haben mir berichtet, dass etwas fehlt und aus meinem Ordnungsprogramm weiß ich, was wirklich zum großen Ziel führt: Ordnung, die für immer bliebt.

Blog#43 Mariekondo PinWas bringt die Marie Kondo-Methode?

Starten wir mit dem Fazit: Ja, sie wirkt – aber nicht 100%ig und bei jedem.

Es sind 8 Gründe, warum Ordnung mit Marie Kondo nicht für alle wirkt. 8 Dinge, die du besser machen kannst, um genau dorthin zu kommen: zu Ordnung, die wirklich für immer bleibt – auch bei dir.

Ein Buch macht dich noch lange nicht ordentlich, ganz im Gegenteil …

Marie Kondos Buch wird dich nicht ordentlich machen, wenn es im Regal steht. Immerhin macht dich der Diätratgeber auch nicht schlank und das Buch über Geld nicht reich. Ganz im Gegenteil, es sorgt für neue Unordnung, denn es ist das 10.001 Ding (durchschnittlich besitzen wir ca. 10.000 Dinge in Westeuropa), das Unordnung in dein Zuhause bringt. Du musst es also erstens lesen und zweitens konsequent umsetzen. Du selbst, alleine, ohne Nachfragen und auf deine Situation adaptiert – immerhin klingt so mancher Tipp schon sehr japanisch.

Und hier ist der Haken, denn wir brauchen genau die Eigenschaften, um ins Tun zu kommen, die immer dann fehlen, wenn wir unordentlich sind. Konsequent etwas umsetzen, ordentlich die Schritte beachten und selbst ohne Unterstützung loslegen. Wird nicht wirklich funktionieren – außer, du bist schon ordentlich und willst noch ordentlicher werden.

Ich habe in meiner Community gefragt. Viele haben das Buch, nicht alle haben es gelesen und noch weniger wirklich umgesetzt. Und ich kenne auch jene, die es wirklich umgesetzt haben und lieben. Ganz ehrlich, die waren vorher schon ordentlicher, als ich je sein werde.

Ein Buch ist ein Anstoß – wenn du wirklich loslegen willst, dann such dir eine Gruppe (online oder offline) und eine langfristige Begleitung. Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß und die Motivation verleiht Flügel.

Entrümpeln: Vollgas kann schon mal schiefgehen

Klar hat auch bei Marie die Ordnung zwei Schritte – Ausmisten und Ordnungssystem finden. Los geht’s also mit der großen Entrümpelungsaktion. Alles herausnehmen und nur die Dinge behalten, die wirklich Freude machen. Spark the joy – ich liebe es ja, doch das braucht Training.

Klar geht es schnell und mit der perfekten Methode ist sofort alles erledigt und aufgeräumt. Beim näheren Hinblicken aber schnürt es schon mal den Hals zusammen und dann beginnt die innere Stimme zu flüstern: „Das kann ich doch noch brauchen“. Wenn wir nicht im Training sind, unbewusst an den Dingen festhalten, werden wir nicht wirklich weiterkommen und am Ende ist mehr Frust da als zuvor.

Ich hatte Kunden, die bei der ersten extremen Entrümpelungsaktion krank wurden oder einfach aufgegeben haben. Entrümpeln braucht Training und vor allem müssen wir bereit sein dafür. Wirklich bereit für die große Veränderung. Aber wenn die Unordnung überhandnimmt, fehlt genau das Vertrauen für die Veränderung. Entrümpeln nach Marie Kondo ist geeignet für die Menschen, die schon recht leicht loslassen können und im Training sind.

Mein Tipp: Starte mit kleinen Projekten, trainiere und dann steigere Schritt für Schritt, damit dein Unterbewusstsein nachkommt mit der Veränderung. So kannst du die perfekte Motivation mitnehmen und ab jetzt für immer mit Freude entrümpeln.

Der Ordnungscheck

Spark the Joy – wie bitte?

Wunderbar ist die Methode von Marie, nur die Dinge zu behalten, die wirklich Freude machen. Auf Netflix hören wir es alle 5 Minuten – spark the joy, Freude versprühen. Marie regt an, jedes Ding in die Hand zu nehmen und zu fühlen, ob es wirklich Freude macht. Klingt perfekt, effizient und ich liebe es. Als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, dachte ich mir aber: „Was soll das!?“. Wie soll ich erkennen, ob mir der 20te Kochlöffel in meiner Küche Freude macht, das Paar schwarze Socken so richtig Schmetterlinge im Bauch erzeugt?

Klar, das wird möglich sein, wenn du jahrelang trainierst, ein Profi in Sachen Intuition bist, in allen Lebenslagen auf dein Bauchgefühl vertraust. Genau das fehlt aber, wenn wir loslegen mit dem überfüllten Kleiderschrank, denn immerhin können wir die alte Lederjacke ja wirklich noch brauchen und außerdem hat sie viel Geld gekostet, oder?

Wenn du in deinem überfüllten Keller stehst, die Erbstücke der Familie in der Hand hast oder die Unterlagen der Steuererklärung – dann wird’s schwierig. Wenn es dir vielleicht gerade nicht gut geht, die Unordnung dich schon krank macht und du keinen Ausweg mehr siehst, dann wird’s schwierig mit „Joy“ zu starten. Von meinen Kunden weiß ich, dass es oft Monate braucht, bis sie hier in den Flow kommen … auf Netflix sind es wenige Tage. Entrümpeln ist schwer, anstrengend und geht an die Substanz – mal ehrlich, Freude spüren wird genau dann schwer. Also gilt auch hier: Konmarie für die, die schon mit Freude entrümpeln können.

Trainiere dein Bauchgefühl, deine Intuition, in allen Lebensbereichen und starte erst dann, wenn es dir so richtig gut geht. Erst dann wirst du wirklich mit Leichtigkeit in den Ordnungs-Flow kommen.

Entrümpeln mit anderen – macht das wirklich DICH ordentlich?

Marie hat weltweit unzählige Coaches ausgebildet. Menschen, die Ordnung zum Traumberuf gemacht haben. Sie kommen ins Zuhause und legen mit den Kunden los. Klingt perfekt. Es kommt die gute Fee, entrümpelt, macht Ordnung und dann ist sie endlich da: Die Ordnung, die für immer bleibt. Glaubst du wirklich? Du musst ordentlich denken und ordentlich sein und das braucht Zeit. Kein Intensivtag wird da ausreichen.

Oft werde ich gefragt, ob ich auch vorbeikomme, um gemeinsam zu entrümpeln. Ja, für meine VIP-Kunden komme ich auch (online) in den Kleiderschrank. Davor müssen sie aber schon loslegen, die Basis geschaffen haben. Wenn wir die Arbeit anderen übergeben, dann löst sich das Problem nicht. In kurzer Zeit ist wieder Unordnung, neue Dinge sind gekauft und wieder ist alles viel zu viel.

Wir müssen zuerst unser Tun & Denken ändern, ordentlich sein, um dann im eigenen Tempo loszulegen. Genau der Prozess macht den Unterschied und führt dazu, dass die Ordnung langfristig bleibt, weil wir unser Handeln verändert haben. Und genau dann kannst du dir für den Feinschliff einen Coach holen, gemeinsam loslegen und Tabula Rasa machen. Immerhin wird die Nulldiät auch nicht wirken, wenn du danach wieder kiloweise Süßigkeiten isst.

Nimm dir also einen Coach, aber lege selbst los. Dein Tempo ist perfekt – vertraue auf den Prozess, damit du langfristig auch zu der natürlich ordentlichen Person wirst, die du sein willst.

Marie Kondo – wirklich eine Methode für Alle?

Ordnung ist ein Fulltimejob

Eine der eindrucksvollsten Szenen im Buch war für mich die Geschichte, dass Marie Kondo jeden Tag ihre Handtasche fein säuberlich ausräumt. Jedes Ding in die passende Box, in die richtige Lade und die Tasche dann natürlich auch perfekt verstaut. Ich weiß jetzt nicht, was Marie in ihrer Handtasche hat – bei mir ist es oft mein halber Haushalt – aber das Ganze klingt für mich unmöglich. Wie bitte soll das gehen, jeden Tag am Abend ausräumen und dann in der Früh alles zurück?

Klar weiß ich heute, dass es eine Ausrede ist und natürlich möglich. Vielleicht geht es sogar langfristig schneller, als zum 100ten Mal den Schlüssel und die Sonnenbrille zu suchen. Für den Beginn schien es mir aber einfach nur verrückt und viel zu extrem. Ich hab mir damals gesagt: „So will ich ja gar nicht sein!“ und dann lege ich das Buch lieber gleich weg. Heute weiß ich, dass es vielen meiner KundInnen auch so geht. Sie geben auf, ehe sie begonnen haben, weil der Berg an Änderungen so groß.

Ordnung wird dir am Ende viel Zeit & Geld sparen. Wenn du losstartest, braucht es aber kleine Schritte, die in deiner Situation ganz leicht zu gehen sind. Starte klein und feiere schon die kleinen Erfolge. Stell dir vor, du nimmst dir 10 Minuten jeden Tag für Ordnung – in einem Jahr hast du Großartiges geschafft.

Der Ordnungscheck

Von einer ordentlichen Person Ordnung lernen?

Marie ist wohl schon ordentlich geboren. Ihre Geschichte liest sich wie ein Märchen für alle Mamas und Papas. Das Mädchen liebt Ordnung und sortiert die Dinge der ganzen Familie, während es bei anderen Kindern immer aussieht, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Schon früh hat sie ihre Leidenschaft so richtig intensiv (man könnte auch pedantisch sagen) betrieben und an jeder Ecke für das perfekte Ordnungssystem gesorgt.

Aber kennt sie das Gefühl auch, wenn man wieder mal von einer Ecke in die andere räumt, räumt und räumt, die Unordnung einen krankt macht und jede Entrümpelungsaktion zu Panik führt? Genau darum waren mir die Beispiele so fremd, so übertrieben und oft hab ich mir nur gedacht, das ist ja „krank“. Der perfekte Plan also für ordentliche Menschen, mit System noch ordentlicher zu werden.

Hol dir auch Unterstützung von Menschen, die noch am Weg sind oder einen Schritt voraus. Genau das macht meine Community so wertvoll. In meinem Programm OrdnungsMagie (vormals LETitGO) sind es genau die Berichte, die Gedanken, die Erfolge der anderen, die den Unterschied machen.

Das perfekte Ordnungssystem – aber bei mir ist das unmöglich.

Marie hat für alle Dinge das perfekte Ordnungssystem. Du kennst vielleicht auch ihre Rollmethode, um Kleidung in den Schrank zu sortieren. Natürlich hab ich es schon probiert und ja, es ist genial für viele Dinge, doch dazu braucht es bestimmte Voraussetzungen. Meine Hosen & T-Shirts bleiben nicht stehen. Kein Wunder, sie sind 3x größer als die japanischen XXXS-Größen.

Die zweite Hürde, wirklich alles laut Konmari umzusetzen, war die Anregung, alles in Laden zu geben. Blöd nur, wenn in meinem Kleiderschrank keine Laden sind und die Boxen – naja 1/3 meiner Pullover hätte ich untergebracht. Neuer Kleiderschrank, neue Laden, Umbau, zusätzliche Kommoden – alles hab ich durchgespielt, doch hätte mich das ordentlich gemacht, so wirklich? Ich habe aufgegeben, denn spätestens bei der Idee, meine Putzperle davon zu überzeugen, bin ich gescheitert. Die wenigen Laden, die ich habe, waren übrigens gleich voll und so hab ich mein eigenes System gefunden, das funktioniert, weil es zu meinem Leben, meiner Kleidung und meinem Schrank passt.

Perfektioniere dein persönliches Ordnungssystem. Teste verschiedene Dinge und dann geht es ums Training, damit die Dinge, immer wieder an ihren Platz zurückkommen.

Die perfekten Boxen & Co – wieder neues Zeug, dass mir den Platz nimmt.

Das perfekte Ordnungssystem braucht natürlich die perfekten Boxen, Einteilungen & Co. Mein Spezialgebiet schon seit der Kindheit. Immerhin habe auch ich damals schon jede Lade mit dem perfekten Innenleben ausgestattet – selbst gebastelt und dekoriert natürlich. Jede Menge (durchsichtige) Boxen, die dann genau um 1cm nicht in das Regal passen.

Ich habe Kundinnen, die früher monatelang nach den perfekten Systemen gesucht haben, Stunden gegoogelt – eigentlich hätten sie in der Zeit locker ihr gesamtes Zuhause in Ordnung bringen können. Am Ende haben sie sich irgendwas gekauft, dass dann wieder nicht passend war und das 10.002 Stück, das demnächst entrümpelt werden muss. Nein, auch die perfekten Boxen machen dich nicht ordentlich, wenn du es nicht bist.

Auch hier gilt, dein perfektes System zu finden und mit Leichtigkeit an die Sache heranzugehen, in den Flow zu kommen. Mit oder ohne perfekte Boxen kannst du zu der natürlichen, ordentlichen Person werden, die du sein willst.

Das waren 8 neue Blickwinkel auf Marie Kondo und 8 Inspirationen für dich, noch besser zur Ordnung zu kommen, die für immer bleibt.

Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen, deiner Methode, in meiner Facebook-Gruppe Glückliches Zuhause berichtest.

Am Ende ist es nämlich ganz egal, wie du ans Ziel kommst, zur Ordnung, die für immer bleibt.

Ich bin überzeugt, du wirst es schaffen, denn …

Ordnung ist Wertschätzung – für dich!

Alles Liebe, Maria

PS: Wenn du nicht alleine loslegen willst, am 6. April 2019 startet wieder meine kostenlose Ordnungs-Challenge – da legen wir gemeinsam mit so richtig viel Motivation los.

Melde dich hier gleich an (www.mariahusch.com/ordnungschallenge)

Der Ordnungscheck

An der Diskussion teilnehmen 12 Kommentare

  • DoZi sagt:

    Hallo Maria,
    ein schöner Bericht.
    Mir fällt übrigens noch ein Grund ein, warum die KonMari Methode einfach einen Haken hat.
    Ich habe das Buch gelesen und habe wirklich viel für mich rausziehen können. AAAABER: Ich lebe nunmal nicht allein. Ich habe Mann und zwei Kinder. Wie integriere ich die denn bitteschön bei der Methode???
    Ich kann ja niemanden dazu zwingen persönliche Dinge zu entsorgen, von der Zeit Mal ganz zu schweigen.
    Mit Kindern kommt mir das ganze relativ „unlebbar“ vor.
    Gerade das Beispiel mit der Handtasche. Wer kennt das nicht, man kommt heim, ein Kind freut sich dass „eeeendlich Mama da ist“ das andere weint, hat sich eben den Kopf angehauen und das Telefon klingelt noch eher die Haustüre ins Schloss fiel. So – selbst wenn ich es will ist da nix mit Tasche aufräumen. Wenn ich Glück hab kann ich noch schnell Schuhe und Jacke dort hinräumen wo sie hingehören bevor der Kinder-Mama-Ehemann Marathon seinen Lauf nimmt … Irgendwann gegen 20.30 Uhr stellt man dann fest dass man jetzt die Wahl hat zwischen dem Aus- und Aufräumen der Handtasche, der Kinderschuhe etc. ODER noch versucht dem Krimi zu folgen, der seit 20.15 Uhr schon läuft …
    Meine Entscheidung ist dann oft klar… 🙂
    Das mag sich jetzt undiszipliniert anhören, aber ich benötige eher eine Methode, die auch mit Kindern und Arbeit lebbar bleibt und nicht voraussetzt, das Aufräumen an erste Stelle zu setzen.

    Liebe Grüße 🙂

  • Nira sagt:

    Danke! Diese Punkte waren exakt das, was mich beim Lesen total störte. Es ist schön mal kritische Worte dazu von einem Profi zu hören, statt wieder nur suggeriert zu bekommen, dass es ganz einfach wäre und man mit einmal Ausmisten alle Sorgen los wäre.
    Besonders störte mich auch schon zu Beginn die Schilderung der seit Geburt ordnungsfanatischen Marie, die die Lösung für mein Chaos kennen will?

    Zusätzliche Punkte bei denen für mich die KonMari Methode nicht funktioniert:
    – Kleidung ist das kleinste Problem und „emotionales“ das Größte? Bei mir genau umgekehrt. Vielleicht wenn man im japanisch-akkuraten Stil nur 20 Kleidungsstücke benötigt, aber nicht für mich als europäische Frau, deren Gewicht zwischen Jugend und zwei Schwangerschaften um 25kg schwankt sowie deren Stil zwischen privater Szene, Casual und Business Outfit wechselt.
    – alles von einer Art auf einen Haufen zu werfen, würde jeweils tagelang, sprich zusammen wochenlang, meine Zimmer blockieren (Kleidung insbesondere) und ich möchte/muss mein Haus noch nutzen können. Das geht Evt wenn man nicht viel hat, aber dann hat man das Problem auch so nicht.

    „Idee gut, Umsetzung mangelhaft!“ muss ich sagen. „Umsetzbar“ ist das, was mich bei allem am meisten interessiert. Was habe ich von viel Magic (Cleaning), wenn sie nicht real ist/sein kann?

    • Maria Husch sagt:

      Danke dir für die Ergänzung 🙂

    • Brigitte sagt:

      Ja. Also wenn mich diese Videos und das Buch motivieren kann verändere ich wirklich etwas. Aber das ist oft nur ein Aha Erlebnis für einen Tag. Und wenn ich meinen Schreibtisch aufräume , kann ich mich nicht immer fragen ob mich jetzt zwei Kugelschreiber glücklich machen und welche Gegenstände machen uns schon jederzeit glücklich

  • Jess sagt:

    Hallo,

    Ich hab letztes Jahr den Punkt gefunden bei mir endlich auszumisten und bin, unbewusst, nach der Konmarie Methode vorgegangen. Das Hörbuch hab ich erst währenddessen bei spotify gefunden 😂 Ich hab genauso mit Kleidung angefangen und alles, wirklich alles, auf einen Haufen geworfen aber jedes Teil in die Hand nehmen und spüren… Hätte Wochen gedauert. Also kam erst alles weg, was kaputt oder ausgeblichen war, danach alles was ich noch nie getragen hatte, zu klein geworden war oder generell nicht mehr meinem Stil entsprach. Nach 8 Stunden war das geschafft. Bücher gingen dann rückzukoppeln, Papiere auch (die sind jetzt alle in einer Kiste- suchen muss ich trotzdem aber es nehmen nicht tausend verschiedene Ordner Platz weg 😂) und der ganze Kleinkram war danach auch kein Problem mehr.
    An meine Erinnerungsstücke bin ich zum Beispiel gar nicht gegangen, dass sind meine persönlichen Sachen und selbst wenn Sie nur Staub ansetzen, ist das mein Ding.

    Wie bei allem, kann man sich da einfach die Sachen rausziehen die zu einem selbst passen und den Rest getrost vergessen. Da ich jeden Tag die selben Sachen mit zur Arbeit nehme, räume ich meine Tasche überhaupt nicht aus und ich fühle mich auch nicht schlecht dabei 😂😂

    Trotzdem kann ich sagen, dass es mir geholfen hat im großen und ganzen ordentlicher zu sein und ich weniger Zeit brauche meine Haushalt zu führen. Kinderzimmer ist tabu, dass ist das reich meines Sohnes und da halte ich meine Ordnungsliebe im Zaum- ich achte nur darauf dass keine Essensreste im Zimmer vergammeln und ab und an schau ich nach wegen Wäsche.
    Mein Mann hat, zum Glück, einen ebenso ausgeprägten Ordnungssinn… Da muss ich nichts hinterherräumen. Haushalt wird gemeinsam gemacht ohne das wir uns groß absprechen müssen.

    Liebe Grüße
    Jess

  • Hana Mond sagt:

    Ich finde die „Does it spark joy?“-Frage gar nicht schwierig. Es ist ja die ALTERNATIV-Frage zu „Brauche ich das Ding?“ (mein Impfpass versprüht keine Freude und kann trotzdem nicht weg) – und das wird beim 20. Kochlöffel eher die Frage sein. Wenn ich den 20. Kochlöffel in der Hand habe und nicht auf Anhieb weiß, dass der mich glücklich macht (weil er ein Smilie eingebrannt hat und ein Gastgeschenk auf der letzten Hochzeit war oder so), muss ich gar nicht weiter fragen – dann ist der überflüssig. Die „Does it spark joy?“-Frage ist ja nur für Dinge, die man NICHT braucht – bei Gebrauchsgegenständen wie dem Paar schwarze Socken muss man sich die nicht stellen, sondern nur die Frage „Wieviele Paar schwarze Socken sind sinnvoll und welche sind die ältesten, die wegkönnen?“
    Ein bisschen Pragmatismus brauchts da auch. Ich bin mir recht sicher, dass auch Frau Kondo selbst einen Klienten nicht jeden einzelnen Kugelschreiber aus der vollen Schreibtischschublade in die Hand nehmen und fünf Minuten der Freude nachspüren lässt – da wär sie nach 2 Stunden wohl bei den meisten Klienten gefeuert 😉

    Tatsächlich finde ich die Frage „Brauche ich das?“ viel schwieriger als das „Spark joy“-Ding. Man hat ja so viele Halb-nützliche Dinge … die man selten verwendet und wo es schwierig ist, zu entscheiden, ab wievielen Malen Benutzung im Jahr es gerechtfertigt ist, einen Gegenstand im Schrank zu lagern statt ihn dann jedes Mal auszuleihen …

    Und das Problem „Was, wenn ich _zuviele_ Gegenstände habe, die ich liebe und die alle auch nach ernsthaftem Überlegen und Nachfühlen Joy sparken?“ wird m.W. leider auch nicht beantwortet. Da wird immer davon ausgegangen, dass jeder im Herzen Minimalist sei und der Kleiderschrank voll mit ungeliebten Teilen sei (nein, ist er nicht bei jedem! Es sind bei manchen nur zuviele geliebte Teile da …)

  • Katrin sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade mitten im Prozess. KonMarie inspieriert mich dabei in vielen Bereichen. Ich habe die Kleidung meiner Kinder zum Beispiel jetzt nach der Faltmethode in die Schubladen getan. Mein Sohn ist erst 4 und trägt 110, da geht es mit der Höhe der Malm Kommode gut. Für ihn ist es super, denn er kann jetzt sehen was er hat und zieht sich super alleine an. Vorher hat er sich das unterste T-Shirt rausgeholt und alles durcheinander geworfen.
    Meine Tochter hat den Kleiderschrank nun für sich allein. Ihre Kleider hängen alle auf Bügeln und darunter habe ich die (bereits vorhandenen) Ikea Boxen für ihre T-Shirts, Pullis, Unterwäsche und Socken gestellt. Auch sie kommt damit super klar. Ich könnte meine Hosen und T-Shirts so nicht hinstellen, da viel zu groß und ich auch keine Schubladen dafür habe. Meine Unterwäsche, Socken und Nachtwäsche habe ich allerdings auch in einem Malm so jetzt einsortiert.
    Gestern war mein Bad dran und ich habe meine ganzen Schminksachen jetzt aufrecht stehend in einer Box, wo vorher Nähutensilien drin waren. Jetzt sehe ich viel besser was da ist. Und ordentlicher sieht es auch aus.

    Meine Handtasche würde ich auch nie ausräumen. Ich habe mir so eine kleine Innensortiertasche gekauft. Da ist das wichtigste drin, wie Tampons, Kulis, Kopfschmerztabletten, Tempos. Wechsel ich mal die Tasche (sehr selten) dann brauche ich nur diese Innentasche raus und wieder rein.
    Es stimmt, einiges ist sicherlich schwer umsetzbar. Ich sehe es mehr als Inspiration und mir hat es geholfen überhaupt mal anzufangen. Sie fragt übrigens nicht nur auf Netflix „Does it sparkle joy“ sondern auch „Brauchst du es in deinem weiteren Leben?“. Auch das hilft mir oft eine Entscheidung zu treffen.
    Unsere Immer wieder Chaos Räume sind die Garage und das Büro. Die werden einmal jährlich gründlich aufgeräumt und sehen trotzdem nach 4-5 Monaten wieder aus wie vorher 😉 Ob da KonMarie hilft, weiß ich noch nicht.

    Liebe Grüße Katrin

  • Uschi sagt:

    Ich habe das Hörbuch von Marie Kondo gerne gehört und die Hälfte unserer Wohnung ist inzwischen auch schön. Was mich an der Methode allerdings furchtbar aufregt ist, dass da auf Kosten der Freunde aufgeräumt wird, die mehr Stauraum zur Verfügung stehen haben. Ich soll also die Sachen weggeben, die ich nicht so häufig benutze, um sie mir zum nächsten Gebrauch auszuleihen? Das erschließt sich mir nicht.

    Aber du hast Recht, jeder muss seinen eigenen Weg zur Ordnung finden, oder zufrieden in seinem Chaos leben. (Hat ja bis jetzt auch gut geklappt…) Jedenfalls Danke für die Anregungen.

  • Sarah sagt:

    Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie das Falten von mir bzw meiner Mutter / Oma geklaut hat 😉. Das funktioniert allerdings auch nur in den Schubladen (Unterwäsche, Socken, Strumpfhosen, Leggings, Tüchern usw.) ansonsten habe ich viel hängen. Shirts und Sportkleidung ist nach Art und Farbe sortiert 😵 es ist ein Zwang 😂. Vor unserer Tochter war ich ordentlicher. Jetzt denke ich eher praktisch. Aus meiner Tasche fliegt nur regelmäßig, was da nicht rein gehört (gebrauchte Tücher, Bonbonpapier, Quittungen usw). Sachen die meiner Meinung nach grad nix darin zu suchen haben (aber vielleicht morgen wieder) landen in meiner „Taschenschublade“. Die wird dann ausgemistet, wenn ich „Zeit“ habe… Ansonsten haben wir den „Vorteil“ zu dritt auf 70 qm zu wohnen. D.h. Kinderkleidung und Spielzeug wird bei Bedarf (meistens 2-4x im Jahr samstags vormittags) ausgemistet. Ansonsten sehe ich zu 1x im Jahr ein paar Tage ohne Mann und Kind Urlaub zu haben. Anders geht es echt nicht, denn das Zeug vermehrt sich doch heimlich in den Schränke 😜. LG, Sarah

  • Ich sagt:

    Ich war früher Sammler und Jäger. Mein erstes Buch, das mich zum Umdenken bewegte war Simplify your Life. Ich habe festgestellt, dass es in Hauruck-aktionen bei mir nicht funktioniert. Außerdem sammlelt sich mehr an, wenn man viel Stauraum hat. Ich bin immer noch im Prozess, und das wird noch Jahre dauern, bis ich da bin wo ich hin will. Fakt ist, mit jeder Ausmistaktion fühl ich mich leichter. Allein durch die Faltmethode und persönliche Abwandlung konnte ich einen ganzen Meter Schrank einsparen. Die Kunst besteht darin, den Schrank nicht neu zu füllen, sondern zu entsorgen. So wird die Wohnung immer luftiger und das Aufräumen fällt leichter.

  • Tiffy sagt:

    Ich bin auch angefangen mit dem Kleiderschrank , habe mir 2 Säcke hingestellt ( die natürlich nicht gereicht haben ) und habe erst mal grob sortiert .1 Sack mit Altkleider den anderen mit guten Sachen für das Soziale Kaufhaus . Es sind nachher 6 Säcke geworden . Ich habe mal gelesen gelesen das man sich eine Tabelle machen kann und die Teile die entsorgt werden zählt und aufschreibt ,fand ich nicht schlecht so sieht man das was weggekommen ist. . Natürlich ist der Schrank noch nicht fertig .Wie Marie Kondo konnte ich das nicht , aber jetzt schaut man beim Klamotten suchen ach das magst du nicht mehr anziehen kann auch weg und neue Sachen werden nur gekauft wenn sie gebraucht werden. So mach ich das im ganzen Haus nur das weg wo ich mir sicher bin , der Rest kommt nach und nach . Das ist zwar nicht die Kondo Methode , aber die Schränke sind schon sehr viel aufgeräumter. Das war ja das Ziel .

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