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Wie die Lampe über dem Esstisch die Kommunikation in deiner Familie beeinflusst.

By Mai 3, 2015 Juli 29th, 2018 6 Kommentare

Du wünschst dir auch die Zeiten zurück, als beim gemeinsamen Familienessen noch gelacht, diskutiert und manchmal auch geweint wurde? Früher (auch in meiner Kindheit) gehörte es einfach dazu, dass man nach dem Mittagessen noch plaudert. Der Esstisch bildete den Mittelpunkt der Kommunikation. Vielleicht wurde dann gemeinsam noch ein Kartenspiel begonnen oder jedes Familienmitglied ging in den Abendstunden seiner Tätigkeit nach unter der Lampe über dem Esstisch. Wie wir wissen, kommt die „gute alte Zeit“ nicht zurück – das ist auch gut so. Mehr Gespräche in der Familie würden aber nicht schaden. Bei meinen Familien-Kunden steht sehr oft der Wunsch nach mehr Miteinander in der Familie an oberster Stelle. Gerade Teenager sind eine große Herausforderung in Sachen Kommunikation. Handy, Playstation & Co sind ja wirklich so verlockend. Sie nehmen übrigens auch sehr viel Raum ein. Schau mal vorab schon, wo die überall präsent sind.

Ins rechte Licht rücken

Zurück zur Kommunikation in der Familie (übrigens gilt das alles auch für die Kommunikation im Unternehmen) und der Überlegung, sie zu verbessern. Dazu eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Denke an ein wirklich altes Bauernhaus. Hier gab´s meist nur einen geheizten Raum, die Küche, eventuell mit einer Ofenbank und natürlich mit dem gemeinsamen Tisch. Dort haben sich alle getroffen und aus derselben Schüssel gegessen (das muss ja nicht wieder so sein). Der Tisch war groß, präsent und einfach „unverrückbar“. Der Herrgottswinkel und die fixe Bank haben ihn zum Zentrum – zum Kommunikationszentrum – gemacht.

Was ist, wenn dir deine Lampe über dem Esstisch das wieder zurückbringt? Kommunikation braucht auch heute einen fixen, kraftvollen Raum, der im Fokus ist. Eine große, auffällige Lampe hat genau diese Wirkung.

Wir haben heute größere Wohnräume mit vielen, vielen Eindrücken und Aufgaben, zahlreichen Ecken und Nischen, schrägen Wänden, viel Ablenkung und oft riesigen Glasfronten.

Nutze den Esstisch als Kommunikationszentrum

Wie ist es bei dir daheim? Die einfachste Möglichkeit den Esstisch zu stabilisieren, ist eine Lampe. Wenn wir in einen Raum kommen, dann schauen wir nämlich tendenziell als erstes auf die Dinge in Augenhöhe. Daher ist die Lampe die beste Möglichkeit, etwas zu verändern.

Jetzt wirst Du einwenden, dass die meisten Leute eine Lampe über dem Esstisch haben. Wirklich so eine ordentliche Hängelampe? Die „russische Leuchte“ noch vom Einzug, eine Deckenleuchte irgendwo im Raum oder nur indirektes Licht wirken nämlich nicht.

Und dann gibt´s noch die Lampen, die zwar Licht geben, aber quasi unsichtbar sind. Du kennst sicher die modernen Stangen mit Mini-Schirmchen oder einfach nur LED-Punkten. Ganz dezent und ja nicht auffällig. Genau das ist kontraproduktiv für die Kommunikation.

Geh heute ganz bewusst in deinen Raum und achte auf den ersten Eindruck. Mach ein Foto – da sieht man meist mehr. Übrigens kannst du auch überlegen, wie das bei deiner Großfamilie ist, wie es in deinem Elternhaus war. Gut ist es auch bei Freunden zu schauen – und zwar bei denen, die dein Ziel schon erreicht haben und lebendig und offen kommunizieren.

Wie sieht die optimale Lampe aus?

Sie ist groß und gut sichtbar. Vom Design bist du ganz frei – je nach Geschmack. Super sind große Lampenschirme aus Stoff, den kann man dann auch immer wieder austauschen. Oder etwas Retro, eine große Glaskugel. Auch mit modernen LED-Metall-Kombinationen gibt´s tolle, auffällige und große Modelle. Dann gibt´s noch die Leuchten, die einfach nur einen Kegel nach unten werfen. Die sind oft für den gesamten Raum zu dunkel, weil ja die Decke nicht hell wird. Vor allem im Neubau sollte daher auch nach oben ein Lichtstrahl gehen (außer, du hast dort eine zweite Lichtquelle).

Übrigens – bevor du die neue Lampe montierst, überlege dir noch, ob der Tisch wirklich optimal steht. So wie der Esstisch im alten Bauernhaus: stabil, fixiert und gut sichtbar.

Und achte darauf, dass die Lampe nicht auf eine Person direkt zeigt. Das ist nämlich oft die Gefahr der „Stangenlösung“. Gerade die Stäbe zeigen häufig mit „erhobenem“ Zeigefinder auf die Personen. Das erzeugt Stress und Fluchtgedanken für dein Unterbewusstsein.

Was tun, wenn du schon eine Lampe hast?

Werde kreativ! Da wäre einmal die Idee, mit Deko zu arbeiten. Es gibt Familien, da hängen die neuesten Bastelsachen immer an der Lampe. Ich stelle fest, dass das oft genau die Familien sind, bei denen die Kommunikation ohnehin gut läuft. Natürlich könnt ihr auch gemeinsam eine professionelle Deko machen oder saisonal dekorieren. Ich hab auch schon mal dezente LED-Stangen zu großen Wolken umgebaut.

Übrigens, genau diese Familie hat mir Unglaubliches erzählt: „Endlich sitzen die Kinder wieder beim Esstisch und erzählen von Schule und Freunden.“ Selbst kreativ zu werden, ist auch möglich. Vorsicht natürlich, denn es kann auch gefährlich werden. Frage im Zweifel deinen Elektriker oder engagiere professionelle Leuchtendesigner.

Was tun, wenn der Lichtauslass ganz woanders ist?

Hier kommt wieder einmal einer meiner Lieblingssätze: Durch die Technik lassen wir uns von Glück und Erfolg nicht abbringen. Es gibt Möglichkeiten, mit abgehängten Deckenelementen (die Designvariante), mit kreativen, frei hängenden Kabeln oder einfach mit einem Kabelkanal an den richtigen Ort zu kommen. Übrigens, für Profis ist das Einstemmen der Kabel oft ein Kinderspiel. Aufwändig und nicht schön? Für die gute Kommunikation (wenn du sie wirklich willst) kann man doch etwas auf sich nehmen oder über einen dezenten Kabelkanal hinwegsehen, oder?

Was tun, wenn überhaupt kein Auslass vorhanden ist?

Wenn überhaupt kein Stromanschluss vorhanden ist, dann gibt´s zwei Optionen (abgesehen natürlich vom Totalumbau): Arbeite mit einer Bogenleuchte. Das ist eine Stehleuchte, die sich über den Tisch biegt. Außerdem kannst du auch andere Dinge wie Lampions oder ein Mobile als Lampenersatz an die Decke hängen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Analysieren deiner Lampe über dem Esstisch, beim Verändern und dann bei den vielen tollen Gesprächen in deinem Raum für Glück und Erfolg, Maria

PS: Erzähl uns im Kommentar von deiner Lampe, deinen Ideen und deiner Familienkommunikation. Ich selbst hab übrigens auch kleine Schirmchen (damals war mir das nicht so bewusst) und hab diese durch Lampions und Deko zu meinem Kommunikationszentrum ergänzt.

An der Diskussion teilnehmen 6 Kommentare

  • Gernot Braunstorfer sagt:

    Liebe Maria, ich freue mich, dass du dir deine Wünsche selbst erfüllt hast und dass Du UNS jetzt daran teilhaben lasst. Wir sind mitten in der Arbeit, obwohl sie im Moment stockt – was aber nicht verwunderlich ist, bei der vielfältigen Beschäftigung, die man in Zeiten wie diesen als Lehrer hat. Viel Spaß weiterhin , viele fleißige Heinzelmännchen im Vorder- und Hintergrund und was ICH mir wünsche: Dass du mit deiner Freude, die du verbreitest auch unsere Wünsche umsetzt.
    lg
    Gernot

    • Maria Husch sagt:

      Danke lieber Gernot! Bin jeder Zeit bereit Eure Wünsche zu erfüllen. In der Zwischenzeit alles Liebe, viel Erfolg und wenig Ärger für die Matura. Melde Dich, wenn die Räume wieder dran sind. Alles Liebe, Maria

  • Liebe Maria,

    tatsächlich habe ich mir über dieses Thema in letzter Zeit viel Gedanken gemacht. Irgendetwas hat mich an unserer Esstischleuchte gestört, ich konnte aber nicht sagen, was. Jetzt ist es mir aber durch Deinen Artikel wie Schuppen von den Augen gefallen: Unser Tisch steht vor einer riesigen Fensterfront mit einer Lampe, die von den Größendimensionen her viel zu klein ist. Jetzt habe ich direkt zwei tolle Ideen bekommen: größere Lampe und Fensterfront mit zumindest mit durchlässigen Vorhängen etwas verdecken. Danke für diesen tollen Artikel!!
    Herzliche Grüße, Katja

  • Dani sagt:

    Moin, danke für dem Tip vorhin im Video. Die Idee mit einem Mobile oder Lampion klingt prima. Leider steht unser Esstisch auch recht ungünstig. Er muss leider im Flur stehen. Nicht optimal aber anders leider nicht machbar. Mal sehen was ich aus deinen Anregungen machen kann.

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Dani, bin gespannt, was dir einfällt. Schau, was alles möglich ist – oft ist mit einem fremden Blick doch ein neuer Platz denkbar! Geh einfach von der ganz leeren Wohnung aus – wo würdest du ihn dann hin? Alles Liebe, Maria

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