Happy HomeMini-Tipps

6 Gedankenanstöße für erfolgreiche Konfliktlösung und ein glückliches Miteinander!

By Juli 29, 2016 September 1st, 2018 3 Kommentare
konfliktlösung

Streitest du noch oder wohnst du schon? Diese Frage hab ich unlängst in einer Zeitung gelesen und sofort sind einige Bilder aus meinen Beratungen, aus Beobachtungen im IKEA und natürlich aus meinem eigenen Leben aufgekommen. Wie kann Raumgestaltung zu Konfliktlösung beitragen, anstatt Anlass zu Streitigkeiten zu sein?

Wie oft streitest du eigentlich über die Raumgestaltung? Bei jedem Neubau, Umbau oder Wohnungswechsel? Beim Kauf vom neuen Sofa? Ok, das ist alles irgendwann vorbei und so mancher Kompromiss findet sich. Aber wie oft sind die Räume Grund (oder Ausrede) für kleine oder große Streitigkeiten im Alltag? Der Wäscheständer, das nicht gemachte Bett, die Unordnung, der Fernseher, die Spielsachen … Hui, mir fallen da Hunderte Beispiele ein – auch aus meinem Leben.

Und gehen wir noch einen Schritt weiter. Wie oft gibt es nicht mal Streit, aber die Mitbewohner halten dich „scheinbar“ auf, wirklich in den Räumen glücklich und erfolgreich zu sein? Wie oft hast du schon meine Inputs gelesen und dir gedacht: Super, würde ich sofort gerne machen, aber mein Partner, meine Partnerin, die Kinder, die Eltern, die Nachbarn …

Ich nehme an, du findest dich da irgendwo auch wieder. Beobachte mal, wie oft der Gedanke kommt. Ist es vielleicht nur eine Ausrede, weil in Wirklichkeit dein Unterbewusstsein auch so gerne am „guten Alten“ festhält? Steckt vielleicht ganz etwas anderes hinter dem Konflikt?

Fragen über Fragen –  genug, um einmal aus einem anderen Blickwinkel aufs Wohnen und das Miteinander zu schauen.

Du kannst heute noch etwas ändern und deinen Raum für Glück und Erfolg gestalten. Du kannst heute den ersten Schritt machen und loslegen. Mit diesen 6 Gedankenanstößen aus meinen Beratungen bekommst du einen neuen Blickwinkel. Ja, eine neue Perspektive ist oft die einfache Lösung. Hol sie dir und starte, auch wenn er/sie… – du weißt schon was ich meine.

Strategien für eine gute Konfliktlösung finden!

Du bist nicht die Einzige mit dem Problem. Es geht uns allen so. Auch mir und meinen Kunden. Ich kann dir von unzähligen Projekten erzählen, wo schon beim ersten Telefonat genau das Thema aufgekommen ist: Ich möchte ja etwas ändern, aber er hat kein Interesse, die Kinder, die Wohnung …  Übrigens gibt es auch (zwar sehr selten) den umgekehrten Fall, dass die Männer liebend gerne zu IKEA gehen und die Frau des Hauses nicht mal beim gemeinsamen Termin dabei sein möchte. Alles ist also möglich und auch gut so. Und ja, es gibt auch den Traum, dass immer alles gemeinsam und mit (fast) keinen Auseinandersetzungen ausgesucht wird. Das ist jedoch selten und irgendwie liegt es ja auch in unserem Unterbewusstsein.

Da müssen wir in die Steinzeit zurück. Damals in der Höhle mussten die Frauen für das warme Feuer und die Anordnung der wohligen Felle sorgen. Die Männer waren dafür zuständig, dass diese „ins Haus“ kamen und dass an der Höhle vom Grundriss bis zur Statik alles passte. Natürlich hat sich da viel geändert, aber im Großen und Ganzen ist schon noch etwas davon da. Blöd nur, dass Grundriss und Statik heute „ausgelagert“ sind. Kein Wunder, dass dann die Fernsehergröße und Dolby Surround-Anlage als Ersatz her muss. Und wir Frauen sorgen für die Details bis hin zum Vorhangdekor. Es ist gut so und hat natürlich auch so manchen Vorteil. Ich meine, willst du dich wirklich stundenlang über HD & Co unterhalten und ihn die Kissenbezüge aussuchen lassen?

Brauchst du vielleicht nur einen Handwerker?

Unlängst war ich bei einer Kundin und in den ersten beiden Räumen war schon (gefühlte) 100x davon die Rede, dass „er“ dies oder jenes noch machen sollte. Dann kamen wir zu einer kleinen Kommode – sie war wirklich klein. Da wieder: Die wollten wir schon vor 4 Jahren dorthin schieben, aber er hat es noch immer nicht gemacht. Ich sagte, machen wir gleich und legte schon mal Hand an. Als ich mit der Kundin zu schieben begann, hab ich mich leise zurückgezogen. Sie hat die Kommode dann einfach allein den einen Meter hinüber geschoben. Jetzt kommt sie jeden Tag herein und denkt sich: Wunderbar! Vorher war der erste Gedanke: Warum hat er noch nicht? Das  macht einen Unterschied, den ganzen Tag. Da kam ihr dann die Erkenntnis: Warum lass ich mich aufhalten?

Bei all den vielen Konflikten stellt sich die Frage: Was würdest du tun, wenn du bei deinem liebsten Hobby, deiner Leidenschaft, deinem Traumberuf wärst? Würdest du dich da aufhalten lassen?  Natürlich ist es wunderbar, alles gemeinsam zu tun und ja, es gibt die Männer, die liebend gerne handwerkeln. Es gibt auch jene, die alles gleich tun, weil es ja gemacht gehört. Es gibt aber auch die, die das übertreiben und jedem Brösel hinterherjagen. Auch nicht so super, oder?

Die Happy Home Checkliste

Was würdest du also tun? Selbst erledigen, Freunde fragen, die Hobbybastler einladen? Es gibt genug handwerklich begabte Freundinnen – sicher auch bei dir: Flasche Prosecco, Party und Wohnzimmer umdekorieren. Oder – und das vergessen oft viele – Profis holen! Was sind schon ein paar Euro für den Handwerker (der es noch dazu viel schöner und schneller macht) im Vergleich zu 4 Jahren negativen Gedanken, Streitereien und Ärgernissen.

Tu dir was Gutes, aber vergiss die anderen nicht!

Wenn du für dich selbst etwas tun willst, dann tu es in den Räumen. Willst du ja, aber es kommt immer „Gegenwind“? Das ist ganz klar und liegt an der unglaublichen Wirkung der Räume. Wenn du nämlich etwas änderst, dann gibt es Veränderung bei dir und damit unweigerlich auch bei deinen „Mitbewohnern“. Das Unterbewusstsein weiß das und rebelliert dagegen. Weil die alten Dinge ja so bequem geworden sind und das Neue noch fremd ist. Daher ist es sinnvoll, immer auch die anderen zu stärken und deren „Räume“ zu verändern. Mein Vorschlag zur Konfliktlösung:

Du renovierst im Schlafzimmer, dann sorge auch für den neuen Anstrich in den Kinderzimmern. Du richtest dir endlich einen gemütlichen Lieblingsplatz ein, dann lass für deinen Partner endlich die heiß ersehnte neue Anlage einziehen. Das ist die essentielle Erkenntnis. Gemeinsam zu mehr Glück und Erfolg. Stell dir vor, in einem Unternehmen würde der Chef jährlich das Zimmer neu gestalten und die Mitarbeiter sind in Kammern, die seit 20 Jahren nicht ausgemalt wurden. Extrem, aber oft gibt´s solche Unterschiede auch im Zuhause. Übrigens auch zwischen den Kindern und Eltern, wobei da meist die Kinder der Chef sind.

Konfliktlösung: Träume „laut“ und lass dich überraschen.

Wie ist eigentlich genau deine Traumwohnung? Hast du Möbel, die du immer schon wolltest? Hast du mal etwas gesehen, dass du einfach toll findest? Mach dir diese Ziele schon mal im Raum sichtbar. Lege die passende Möbelzeitschrift auf den Wohnzimmertisch, drucke ein Bild aus und hänge es auf die Pinnwand. Das wirkt auf dich und natürlich auch auf die Mitbewohner. Unlängst hab ich bei einer Kundin – sie würde sich in dem Artikel öfters finden – bei der Beratung schon etwas ausgedruckt und mit ihr aufgehängt. Sie hat mir dann geschrieben: „Ich fühle mich jetzt schon besser, obwohl die Umsetzung noch ein Traum ist. Die Vorfreude ist riesig und die Familie redet nicht mehr so viel dagegen.“

Du musst nicht perfekt sein

Du träumst von der tollen Wohnung, die endlich aufgeräumt, super dekoriert und überhaupt perfekt ist? Das ist das große Ziel, aber du schaffst es nicht. Möglicherweise ist genau das das größte Problem, dass du zu sehr nach Perfektion strebst. Ja, die Bilderstrecken in den Zeitschriften zeigen ein anderes Bild, doch da wird vorab stundenlang arrangiert, Leihmöbel werden herangekarrt und so manche Möbelfirma wird als Sponsor engagiert. Glaub mir, ein 10-köpfiges Team und Photoshop machen auch dein Zuhause zum Designertempel. Du wirst das nicht schaffen neben all deinen anderen Aufgaben – vor allem nicht zu 100%. Und weil die Sache so aussichtslos ist, dann startest du gleich gar nicht?!

Starte mit nur 2m² und halte die wirklich frei von all den Dingen. Das kannst du auch leicht von deinen „Mitbewohnern“ einfordern. Das ganze Kinderzimmer ist schon schwerer. Mach nur 2 m² zum Schmuckstück. Und nächste Woche dann 3. Diese sollten möglichst im ersten Blick sein oder in den wichtigen Räumen. Optimal ist das Vorzimmer oder auch das Schlafzimmer. Hol dir gerne meine Checkliste Happy HOME, um auf neue Ideen zu kommen.

Die Happy Home Checkliste

Und übrigens: Jede Menge Menschen meinen, dass all die anderen die perfekte Wohnung habe. Nein, auch deine Nachbarn haben möglicherweise Streit bei diesem Thema und sehen keine Konfliktlösung. Und die Menschen mit den perfekten Designerwohnungen, die haben dann andere Probleme.

Der Blick von außen – unbezahlbar!

In der Arbeitswelt machen wir es alle. Wenn wir nicht weiter wissen oder das Fachwissen fehlt, dann holen wir Hilfe. Wenn mal persönlich etwas schief läuft, dann muss der Coach des Vertrauens oder die beste Freundin her. Ja, warum nicht bei den Räumen? Externe Sicht bringt so oft die gute Konfliktlösung ganz ohne negative Gefühle. Wer in deiner Umgebung würde passen? Wo gibt s Profis? Was findest du im Internet an Informationen? Oder kommt da wieder, der Gedanke auf, das geht nicht, weil er/ sie…? Du bist nicht allein!

Übrigens: Bei mir sind es in 90% der Fälle die Frauen, die mich holen. Daher auch die etwas einseitige Ausrichtung des Artikels (Sorry an die Männer). Ich hab unzählige Beispiele, wo die Männer des Hauses zuerst nur widerwillig (oder gar nicht) beim ersten Gespräch mit dabei waren und mich mittlerweile  ihren Freunden (und sogar ihrer Mutter!) weiter empfohlen haben. Eine Kundin hat mir unlängst nach einem Besuch im Einrichtungshaus geschrieben: „Stellen Sie sich vor, er hat doch tatsächlich dort gesagt, dass wir das ohne unsere Einrichtungsberaterin sicher nicht entscheiden können.“ Es ist also alles möglich. Viele gönnen sich auch eine Beratung, um die Streitereien schon vorab zu vermeiden.

Konfliktlösung: Übernimm Verantwortung für deine Ziele.

Ja, es ist möglich, dass du die Veränderung heute startest, die du dir wünschst. Willst du dich wirklich aufhalten lassen von deinen großen Zielen? Von den Nachbarn? Von der Katze? Von den Vermietern? Und in Wirklichkeit auch von deinen Kindern und deinem Partner? Ja, du musst im Zusammenleben Kompromisse machen – mit all den „Mitbewohnern“, aber wenn du selbst loslegen möchtest in den Räumen, dann kannst du starten.

Gönne dir doch heute noch etwas wirklich Schönes für deine Räume, das du schon längst wolltest und entsorge ein Ding, dass kaputt ist oder schon längst nicht mehr dir entspricht. Du hast losgelegt und deine Mitbewohner werden sich freuen, wenn du glücklich und erfolgreich bist. Manche glauben die Dinge halt erst, wenn sie es selbst sehen. Vertraue darauf!

Ich hoffe, meine Erfahrungen geben dir Mut zur Veränderung und unterstützen dich bei der Suche nach einer guten Konfliktlösung. Starte und erzähl im Kommentar von den Reaktionen der lieben „Mitbewohner“.

Alles Liebe in EUREM gemeinsamen Raum für Glück und Erfolg,
Maria

PS: In meiner Facebook-Gruppe „Glückliches Zuhause“ kannst du dir auch Unterstützung, Mut und Schwung holen. Komm vorbei!

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An der Diskussion teilnehmen 3 Kommentare

  • Susi sagt:

    Liebe Maria,

    Ein schöner Artikel. Ich gehöre dann wohl zu deiner „Ausnahme“. Mein Partner und ich haben einen sehr ähnlichen Geschmack, haben mit Freude Möbel und Dekor ausgesucht und hatten dabei unseren Spaß.

    Und wir sind beide handwerklich begabt, haben uns z.B. gemeinsam eine Bar aus altem Vollholz gebaut, die ich liebe! 🙂
    Dafür darf ich mein Büro noch verschönern, da werd ich gleich deine Tipps verwenden. 🙂

    ganz liebe Grüße,
    Susi

    • Maria Husch sagt:

      Liebe Susi, freut mich sehr. Wunderbar, wenn meine Inputs auch nur sagen: Super. Zeig und doch eure tolle Bar in meiner Facebookgruppe Raum für Glück und Erfolg. Mehr Tipps für’s Büro gibt’s morgen wieder in meinem Webinar. Freu mich, wenn du dabei bist. Alles Liebe, Maria

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