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Jetzt wird’s bunt! So wählst du die richtige Wandfarbe.

By Februar 23, 2018 Keine Kommentare
bunt

Heute wird es bunt! Eine riesige Farbpalette steht dir zu Verfügung, um deine Räume und dein Zuhause zu gestalten. Manchmal kann diese Vielfalt auch überfordern. Farben wirken auf unser Unterbewusstsein und auf die Psyche.

Bei der Gestaltung der eigenen Wohnung ist eine der wichtigsten und auch kraftvollsten Maßnahmen, Farben einzusetzen. Ich werde immer wieder gefragt, welche Wandfarbe sich für welchen Raum am besten eignet. Auch in meiner IMY HOME Community gibt es zu dem Thema Farben immer wieder zahlreiche Fragen der Mitglieder.


Weitere Videos findest du auf YouTube.

Darf es bunt sein? – Raumgestaltung mit Farben

Farbe an den Wänden – oder eine bunte größere Fläche – verändert sofort die Wahrnehmung und das Raumgefühl. Ganz intuitiv spüren wir, ob es sich für uns richtig anfühlt und wir uns gerne in einem Raum aufhalten. Bei vielen meiner Klienten arbeiten wir mit meinem großen Farbfächer, um die passende Farbe zu bestimmen. Jede der Farben ist zudem in unterschiedlichen Abstufungen erhältlich.

Ganz individuell ist es möglich, eine Farbe nach den Wünschen der Kunden zu mischen. Diese Serviceleistung bieten heute auch größere Bauchfachmärkte an. Die Wirkung der Farbe wird darüber hinaus noch durch den Einfall von Licht und der Beschaffenheit des Untergrunds beeinträchtigt.

In meiner nagelneuen Checkliste für dein happy HOME bekommst du Tipps, wie du dein Zuhause zu einem Wohlfühlort und Kraftplatz machst. Auch dabei spielen Farben eine große Rolle – hol‘ sie dir hier:

Die Happy Home-Checkliste

bunt ≠ bunt – Die Wirkung von Farben

Gerade in unserem Zuhause können wir mit Farben und bunten Flächen eine wohltuende, ausgleichende oder inspirierende Atmosphäre gestalten. Wie wählst du die geeignete Farbe aus? Es gibt hunderte Methoden herauszufinden, welche Farbe zu dir passt und welche Wirkung damit erzielt wird. Verschiedene Berufsgruppen haben sich der Thematik verschrieben, von der Farbberatung über die -therapie bis hin zur Nahrungsmittelindustrie wird mit Farben gearbeitet.

Für den Einstieg empfehle ich dir, in die Natur zu schauen. Unser Unterbewusstsein ist über die Jahrhunderte auf die dort stattfindenden Wechsel programmiert. Stell‘ dir einmal den Jahreskreislauf in Farben vor:

Wenn im Frühling die Pflanzen sprießen und wachsen, erscheinen überall helle Grüntöne. Sie zeugen von Frische, neuer Kraft und Energie. Grün nennen wir die Farbe der Hoffnung – nach dem Winter zeigt sich neues Leben.

Im Sommer dominieren die kräftigen Gelb- und Rottöne. Es ist feurig, heiß und diese Farben stehen für Wärme und Feuer. Rot gilt zudem als Signalfarbe im Straßenverkehr, steht aber auch für Leidenschaft.

Mit den Brauntönen des Herbstes kommt nicht nur die Natur zur Ruhe. Auch in Spas und Restaurants werden von Sand bis Ocker Erdfarben eingesetzt, um ein beruhigendes Ambiente zu schaffen.

Wenn es im Winter zu schneien beginnt, stellt sich mit der weißen Pracht ebenfalls Ruhe ein – alle Geräusche und Farben wirken gedämpft. Wir erleben Klarheit, wenn an einem sonnigen Tag die kühle Frische uns draußen umfängt.

Blau wiederum ist eine Farbe, die sowohl für Bewegung als auch für Ruhe steht. Wenn du an einem Wasserfall sitzt, kommen dir vielleicht plötzlich Ideen und die Dinge geraten in Bewegung. Schaust du auf das klare Wasser an einem See, kommen deine Gedanken und deine Seele zur Ruhe.

Ganz viele Seiten im Internet informieren über die Wirkung von Farben, stöbere dort gerne einmal.

Was sind deine Farben?

Um herauszufinden, wie die einzelnen Farben auf dich persönlich wirken, kannst du dir größere bunte Blätter nehmen und sie in unterschiedlichen Abständen oder ganz dicht vor deine Augen halten.

Nimm‘ dir zwei Minuten Zeit, um die Wirkung zu beobachten. Das kannst du auch mit Kindern machen, es ist immer wieder unglaublich spannend zu beobachten, welche Ergebnisse und Antworten dabei herauskommen.

Gerade bei Wandfarben lautet meine Empfehlung: Weniger ist mehr. Manchmal sieht man Fotos, auf denen extrem bunt und mit kräftigen Farben gearbeitet wurde – das ist eine Aufgabe für Profis. Wenn du noch gar keine Erfahrung hast, hol‘ dir eine Beratung oder starte mit ein, höchstens zwei Farben.

Ein oder zwei Farben in Kombination mit einer dezenten Farbe wie weiß, grau sind optimal. Farbliche Akzente kannst du gut über kleine Details und Dekoartikel setzen und diese auch viel leichter einmal austauschen.

Wenn du etwas mutiger bist oder Lust auf ein Farbexperiment hast, streiche eine Leinwand in einer einzigen Farbe und hänge sie an die Wand. Du kannst auch einen Rahmen mit einem unifarbenen Stoff beziehen und für ein paar Tage aufhängen.

Einzelne Wände oder Flächen farblich zu gestalten, verändert sofort das Raumgefühl. Unser Blick fällt automatisch auf diese Flächen, wird geradezu angezogen. Je nach Grundriss und Bausubstanz kann es zu Unruhe kommen, wenn du einen ganzen Raum in einer Farbe anstreichst. Auch hier empfehle ich, nur eine Wand bunt zu streichen und für den Rest des Zimmers eine neutrale Grundfarbe zu wählen.

Teste es aus, indem du ein Foto von der Wand machst und verändere es dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm, indem du einen Farbfilter darüberlegst. Du wirst schnell feststellen, was die farbigen Flächen in dir auslösen.

Die bunte Vielfalt der Farben

Bei der Auswahl der Farben geht es zum einen um den Untergrund und auf der anderen Seite um das Licht. Je weniger Licht, desto dunkler wirken die Farben, weil es zu Schattenbildung kommt. Wände sind häufig nicht ganz glatt oder mit einer Raufasertapete beklebt und auch diese Strukturen bilden Schatten. Ich empfehle dir bei den Farbkarten, immer die hellere Nuance für eine große Fläche zu wählen. Halte den Farbfächer gegen die Wand oder male einen Testbereich aus, um die Wirkung zu erfassen.

Hab den Mut zur Farbe – ich bin gespannt, welche bunten Erfahrungen du mit diesen Tipps gemacht hast und freue mich auf deine Kommentare.

Happy & farbenfrohen Tag, Maria

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