Dein Zuhause, was es mit der Tatsache zu tun hat, dass es bei mir keine Vorher-Nachher-Fotos gibt.

Dein Zuhause, was es mit der Tatsache zu tun hat, dass es bei mir keine Vorher-Nachher-Fotos gibt.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du einen anderen, neuen Blickwinkel auf dein Zuhause finden kannst. Wenn es darum geht, wie ich meine Erfolge und Kundenprojekte präsentieren kann, erhalte ich oft den Tipp, mit Vorher-Nachher-Fotos zu arbeiten. Der Vorschlag fällt häufig, wenn ich auf einer Weiterbildung um Feedback für meine Marketingmaßnahmen bitte. Ich möchte dir heute erzählen, warum ich nicht mit diesen Fotos arbeite und es auch nicht tun werde – und was du von meiner Strategie für dein Zuhause daraus lernen kannst.

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Sicher kennst du auch die Vorher-Nachher-Fotos, die zu den unterschiedlichsten Themen und in verschiedenen Medien genutzt werden. In Wohnzeitschriften wird mit ihnen meist eine vormals unzulängliche Wohn- oder Einrichtungssituation bebildert. Diätprodukte werben gerne mit Bildern, auf denen zuerst Menschen mit überzähligen Kilos abgelichtet werden, die auf dem Nachher-Foto einen weiten (häufig sehr weiten) Hosenbund von sich weghalten. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen und um Make-up-Produkte, Frisurentipps oder Bekleidungsempfehlungen ergänzen.

Vorher-Nachher-Vergleich

Was lernst du denn aus Bildern, die zuerst einen unordentlichen Raum und dann ein aufgeräumtes Zimmer zeigen? Du siehst nur zwei unterschiedliche Raum-Zustände. Mir gefallen diese Bilder aus fünf Gründen nicht, die ich dir im Folgenden näher erläutere:

Ich möchte, dass du einen positiven Blickwinkel auf dein Zuhause einnimmst! Mir ist es wichtig, dass du die Happy Places (So geht’s!) erkennst, die dich stärken. Und solche Bereiche oder Wohnecken gibt es überall. Ich möchte dir auf meinem Blog und in meinen Kursen nicht nur zeigen, wie du deine Räume für dich schöner gestaltest, sondern dich ermuntern, auch einen anderen liebevollen Blick auf dein Zuhause einzunehmen. Es muss nicht perfekt sein (das ist es bei mir auch nicht), denn oft kommt uns im Alltag einfach das Leben dazwischen – Menschen, die unsere Aufmerksamkeit brauchen, zu wenig Zeit, keine Energie … einfach etwas Wichtigeres zu tun, als aufzuräumen.

Dein Zuhause spiegelt dein Persönlichkeit wider. Die Räume, in denen du lebst, sind zuerst einmal dein privater Lebens-Raum – da wollen wir gar nicht alle Facetten mit der Außenwelt teilen.

Es ist Teil meines Beratungsverständnisses, diese Privatsphäre zu wahren. Auch deshalb veröffentliche ich keine Vorher-Nachher-Fotos. Mit meiner Arbeit unterstütze ich dich dabei, den für dich stimmigen Ordnungszustand, deine Wohlfühlatmosphäre, zu definieren und umzusetzen. Meine Bilder sollen dich zum Handeln inspirieren und dir unterschiedliche Perspektiven zeigen.

Einer Veränderung in deinen Räumen geht fast immer eine Wandlung in deinem Inneren voraus.

Dieser Prozess ist wichtig. Dein Zuhause ist ein Spiegel deines Lebens. Wenn es sich für dich also nicht stimmig anfühlt, die Wohnung zu klein ist oder du mit der Einrichtung noch nicht fertig geworden bist, kannst du mit kleinen Dingen eine Veränderung einleiten. Manches Mal richten wir uns in einer Übergangsphase ein – das kann eine Lampe sein, die wir erst einmal aufhängen, um Licht zu haben. Oder Vorhänge und Jalousien, die noch aus einer anderen Wohnung stammen. Sie erfüllen ihren Zweck.

Zuhause

Es lohnt sich immer dann genauer hinzuschauen, wenn du beginnst, dich unwohl zu fühlen. Wenn du dieses Gefühl der Unzufriedenheit kennst, aber nicht weißt, wie du mit den ersten Schritten für eine Veränderung in deinen Räumen starten sollst, dann hol dir hier die ersten Schritte.

So wie es ist, ist es gut! „Wie bitte?“, denkst du jetzt vielleicht. Ja, so wie es ist, ist es gut. Ein unordentliches Zuhause ist nicht per se schlecht. Es ist gewachsen – mit dir und in deinem persönlichen Tempo. (hier noch ein paar mehr Gedanken dazu) Es hat dich auf deinem Weg begleitet. So wie du auf deiner Lebensreise zu der Person von heute geworden bist, haben sich deine Räume mit dir verändert. Dabei haben sie auch positive und negative Energien gesammelt.

Wenn du feststellst, dass es Zeit ist, genauer hinzuschauen, halte einen Augenblick inne und schaue dich einmal aufmerksam um. Sieh dieses Gefühl als freundliche Erinnerung an, jetzt eine Kleinigkeit zu ändern.

Ein perfekt gestyltes Zuhause löst deine Probleme nicht

Stell‘ dir einmal vor, eine Fee erfüllt dir den Wunsch, dein Zuhause über Nacht komplett zu verändern. Am nächsten Morgen wachst du in einer perfekt durchgestylten Wohnung auf. Gerade so, als hätte ein TV-Einrichtungsberater mit seinem Team jeden Raum renoviert und optimiert.

Sind damit plötzlich deine Probleme verschwunden? Ist wirklich alles aufgeräumt in deinem Leben? Eine Über-Nacht-Veränderung verpflanzt dich plötzlich in eine Umgebung, in der du dich gar nicht mehr widerfindest. Diese Wohnung wie aus einem Katalog erzählt nicht mehr deine Geschichte, es sind nur noch Räume ohne Persönlichkeit. Du fehlst.

Das „Vorher“ muss also nicht schlecht sein – das „Nachher“ zeigt nicht unbedingt ein besseres Leben. Ein scheinbar perfektes Zuhause ist nicht die Basis, um deine Ziele zu erreichen!

Zuhause

Vielleicht schaust du dir das Thema „Perfektionismus“ einmal genauer an und du darfst feststellen, dass du in deinen Räumen deine Persönlichkeit mit allen Ecken und Kanten zeigen darfst. Da sich deine Persönlichkeit beständig weiterentwickelt und verändert, lohnt sich ein liebevoller Blick auf deine Räume, ob sie diese Veränderung widerspiegeln. Fotos können dir dabei helfen, deine Räume mit anderen Augen zu sehen. Auf ihnen fallen uns manches Mal ganz andere Details auf. Genauso gut kannst du mit ihnen ganz allein für dich die Veränderung dokumentieren, die sie durchlaufen.

Ich hoffe, ich habe dir ein paar Inspirationen und Gedanken mitgegeben, um mit einem wachen, neugierigen Blick durch dein Zuhause zu gehen.

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